Mit nichts geflüchtet, jetzt Helfer für andere: Artur Kuzenko (35) brachte Menschen aus Kiew in Sicherheit – die Bilder vom Bahnhof verfolgen ihn bis heute. Nun arbeitet er im Linzer Notankunftszentrum. Für Landesrat Dörfel ist er ein Integrations-Vorzeigebeispiel.
Für Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) ist Artur Kuzenko ein Paradebeispiel gelungener Integration in Oberösterreich. Der 35-Jährige floh nach Ausbruch des Kriegs mit nichts aus der Ukraine – heute hilft er beim Roten Kreuz seinen Landsleuten, hier Fuß zu fassen.
„Ich habe mit meinem VW Menschen aus Kiew gebracht. Was ich gesehen habe, werde ich mein Leben nicht vergessen“, erzählt er im Gespräch mit der „Krone“. Am Hauptbahnhof in der Hauptstadt hätten Männer mit Tränen in den Augen Frauen und Kinder in Autos gesetzt, damit sie vor den Bomben flüchten konnten.
Zunächst wollte sich Kuzenko beim Militär engagieren. Wegen gesundheitlicher Probleme erhielt er jedoch eine Absage und verließ schließlich gemeinsam mit seiner Mutter – ganz offiziell – das Land. Heute arbeitet er im Notankunftszentrum für Ukrainer in Linz, nach Angaben des Landes das einzige dieser Art bundesweit. „Ich bin beim Roten Kreuz für 20 Stunden angestellt und möchte in Österreich bleiben“, sagt Kuzenko.
Seit 2022 hat das Land Oberösterreich rund 15.000 Ukrainer versorgt. Aktuell sind 8715 Kriegsvertriebene gemeldet, etwa die Hälfte davon Kinder.
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