Makler erschlagen

Bluttat in Linz soll Home Invasion gewesen sein

Oberösterreich
20.02.2026 07:15
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Ein Update gibt es im Fall der Bluttat, die Mitte Jänner in Linz für Entsetzen sorgte: Der in der Linzer Innenstadt erschlagene Makler dürfte einer Home Invasion zum Opfer gefallen sein, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Der oder die Täter sind weiterhin unbekannt, ein kriminalpsychologisches Gutachten wurde beauftragt.

Die fürchterliche Bluttat, bei der wohl am 17. Jänner ein 49-jähriger Linzer auf brutale Art und Weise zu Tode kam, dürfte eine Home Invasion gewesen sein, wie die Polizei am Freitagmorgen bekanntgab. „Es wird davon ausgegangen, dass sich der oder die Täter in räuberischer Absicht Zutritt zur Wohnung verschafften und das Opfer durch massive Gewaltanwendung zur Herausgabe von Wertgegenständen zwangen. Das Opfer verstarb schließlich an den Folgen dieser Gewalteinwirkung“, so die Ermittler.

Mobiltelefon verschwunden
Zudem wurde bestätigt, dass das Mobiltelefon des Opfers nicht in der Wohnung aufgefunden werden konnte und es naheliegt, dass der oder die Täter dieses mitgenommen haben. Zuletzt war das Mobiltelefon zur Tatzeit in den Abendstunden des 17. Jänner 2026 im Mobilfunknetz eingeloggt. Das Opfer kommunizierte in der Vergangenheit vorwiegend über einen Messenger-Dienst, auf welchen die Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff haben.

Polizei will Zugriff auf Messenger
Die fehlende Möglichkeit auf die Verbindungsdaten bzw. Kontaktliste von Messenger-Diensten zuzugreifen, stellt die Ermittler vor eine große Hürde. „Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass es für Anbieter von Messenger-Diensten bei schwerwiegenden Straftaten verpflichtend sein sollte, bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen. Ohne die entsprechenden Tools für die Kriminalpolizei wird es uns immer schwieriger gemacht, Verbrechen aufzuklären“, sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. 

Ermittler in der Linzer Innenstadt, nachdem die Bluttat bekannt wurde
Ermittler in der Linzer Innenstadt, nachdem die Bluttat bekannt wurde(Bild: Jürgen Pachner)

Wer aß zweite Pizza?
Da sich die Tat mit großer Wahrscheinlichkeit in den Abendstunden des 17. Jänner 2026 ereignete, ist ein Zusammenhang mit dem Besuch einer unbekannten Person und der Konsumation zweier Pizzen keinesfalls auszuschließen und deshalb Gegenstand entsprechender Recherchen.

Gutachten beauftragt
Am 19. Februar 2026 wurde der Tatort zusätzlich über Auftrag der Staatsanwaltschaft Linz von einem gerichtlich beeideten Kriminalpsychologen begutachtet und dieser mit einer die Ermittlungen ergänzenden Fallanalyse beauftragt. Dass die Tat einen Bezug zum Rotlicht- oder Suchtgiftmilieu hat, ist naheliegend.

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