Der Markt für den laut eigenen Angaben einzigen Komplettanbieter von Schulmöbeln – die Firma Mayr aus Scharnstein in Oberösterreich – ist zwar an sich krisenfest, doch die langen Regierungsverhandlungen sorgten für ein Umsatzminus im Vorjahr. Denn größter Auftraggeber ist die öffentliche Hand.
Nach der bisher letzten Nationalratswahl im Herbst 2024 pokerten die Parteien fünf Monate lang, bis eine Regierung gebildet wurde – diese lange Zeitspanne führte bei der Firma Mayr Schulmöbel aus Scharnstein zu einem Umsatzminus. Das Familienunternehmen produziert sämtliche Schuleinrichtungen, von Tischen über Tafeln bis zu Lehrküchen. 80 Prozent der Aufträge kommen von der öffentlichen Hand. Weil diese wegen der langen Regierungsbildung aber auf sich warten ließen, ging der Umsatz im Vorjahr leicht zurück.
Grundsätzlich seien Schulmöbel aber eine „sehr beständige Branche“, sagt Geschäftsführer Florian Huemer, „weil es eher unpopulär ist, in der Bildung Einsparungen zu tätigen“.
Ehemaliger Schuldirektor gründete Unternehmen
Die Firma aus Scharnstein wurde 1968 von Johann Mayr gegründet. Der ehemalige Schuldirektor war unzufrieden mit dem vorhandenen Angebot an Schulmöbeln und schritt deshalb selbst zur Tat. Heute hat das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter, macht einen Jahresumsatz von etwa 40 Millionen Euro und ist laut eigenen Angaben Österreichs einziger Komplettanbieter für Schulmöbel. 80 bis 85 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen im Inland. „Wir liefern aber auch über die Grenzen, mit Schwerpunkt Bayern, Baden-Württemberg, Schweiz, Südtirol, Italien und Luxemburg“, sagt Huemer. Im April eröffnet die Firma einen neuen Büro-Campus mit 2100 Quadratmetern und Investitionskosten von acht Millionen Euro – dorthin übersiedelt das gesamte Verwaltungsteam.
„Wir haben dieselben Herausforderungen wie alle anderen“, sagt Geschäftsführer Huemer. „Das Thema Energie ist wieder aufgepoppt, und wir kämpfen mit hohen Personalkosten. Wir wollen die Fertigung im Holzbereich weiter automatisieren und so die Personalkosten reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.“
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