Makler getötet

Auswertungen nach Bluttat werden Wochen dauern

Oberösterreich
10.02.2026 14:16

Mehr als drei Wochen nach dem tödlichen Gewaltverbrechen an einem Linzer Makler (49) tritt die Polizei bei der Suche nach dem oder den Tätern nach wie vor auf der Stelle. Die Kriminalisten sprechen davon, dass die Auswertung der sichergestellten Daten „noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“ wird.

Am Abend des 19. Jänners wurde der Mord in der Linzer Harrachstraße publik. Weil der Hund des 49-jährigen Opfers im Stiegenhaus herumirrte, rief ein besorgter Nachbar den Bruder des Bewohners an. Dieser machte in der schicken Penthousewohnung die schreckliche Entdeckung. Der 49-jährige Makler lag an Händen und Beinen gefesselt tot am Badezimmerboden. Er dürfte bereits am Wochenende zuvor gewaltsam gefoltert und anschließend umgebracht worden sein.

Tatort noch immer nicht freigegeben
Wer hinter der scheinbar geplanten Tat steckt, ist nach wie vor unklar. Das Landeskriminalamt OÖ und die Staatsanwaltschaft Linz halten sich weiterhin in diesem Fall sehr bedeckt. „Um die Ermittlungen nicht leichtfertig zu gefährden“, argumentieren die Behörden. Der Tatort sei derzeit noch nicht freigegeben, weil gewisse Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. „Eine Freigabe des Tatortes wird jedoch in den nächsten Tagen erfolgen“, heißt es in einer Stellungnahme der Landespolizeidirektion am Dienstag.

Zitat Icon

Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Linz führen die Ermittlungen mit großer Akribie und allen notwendigen Ressourcen.

Stellungnahme der LPD OÖ

Aufnahmen gehören nachbearbeitet
Vor allem die Auswertung sichergestellter Aufzeichnungen aus unterschiedlichen Überwachungskameras im Umfeld des Tatorts beschäftigt aktuell das Ermittlerteam – es wurde sogar eine eigene Soko gegründet. „Manche Aufnahmen müssen mehrmals gesichtet und eventuell auch nachbearbeitet werden. Das wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, heißt es in der Stellungnahme.

Ähnlich zeitaufwendig gestalte sich die Auswertung von Telekommunikationsdaten, die Auswertung sichergestellter elektronischer Datenträger und diverse Rechtshilfeersuchen an ausländische Anbieter von Internetdiensten, deren Beantwortung erfahrungsgemäß – auch bei schweren Kapitalverbrechen – mehrere Wochen und Monate dauern kann.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung