Alarmbereitschaft

Sorgenfalten wegen Rücklauf bei Zivildienern

Burgenland
16.02.2026 06:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Sinkende Geburtenrate, gepaart mit höherer Lebenserwartung: Rettung sowie der Sozial- und Pflegebereich sind in Alarmbereitschaft. 

Die aktuelle Debatte über Wehr- und Zivildienst erhält durch neue demografische Berechnungen zusätzliche Dringlichkeit. Eine Prognose bis 2042 zeigt: Die Zahl der verfügbaren Zivildiener wird deutlich sinken, während der Bedarf in Rettung, Pflege und Sozialbereich weiter ansteigt.

Knapp 15.000 Zivis im Vorjahr
Österreichweit leisteten im Vorjahr 14.884 junge Männer Zivildienst. Davon 39% im Rettungswesen sowie 27% im Sozial- und Pflegebereich. Die aktuelle Zivi-Generation ist größtenteils Jahrgang 2007, damals wurden 34.104 Burschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft geboren. Zum Vergleich: 2024 waren es nur 30.231, die 2042 wehr- bzw. zivildienstpflichtig werden.

Bei dem selbem Verhältnis Zivildienst/Bundesheer wie aktuell gäbe es dann nur noch 13.194 Zivildiener – also knapp 2000 weniger als heute. Parallel dazu altert die Bevölkerung. Die Gruppe 65+ wächst bis 2042 von 1,9 auf 2,48 Millionen, das entspricht einem Plus von 32 %. Dadurch steigt der Bedarf an Zivildienern.

Dienst solle verlängert werden
Besonders extrem ist diese Entwicklung im Burgenland: Kommt heute ein Zivildiener auf 179 Pensionisten, wird es 2042 einer auf 307 sein. Das entspricht einer Steigerung um 72 %. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Unsere Gesellschaft wird älter, der Bedarf an Unterstützung steigt – gleichzeitig werden die Zivildienst-Jahrgänge kleiner“, sagt die zuständige Ministerin Claudia Bauer, die sich für eine Verlängerung des Dienstes von derzeit neun auf maximal zwölf Monate ausspricht.

„Müssen gegensteuern“
Denn: Steigende Nachfrage treffe auf sinkendes Angebot. „Wenn wir wollen, dass Rettung, Pflege und soziale Dienste auch in Zukunft verlässlich funktionieren, müssen wir jetzt gegensteuern, sonst droht das System aus dem Gleichgewicht zu geraten.“ Deshalb müsse man die Dienstdauer verlängern. „Auch, weil dies den gesellschaftlichen Nutzen deutlich erhöhen würde.“

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