Einbrecher erschossen

Gnigler Schütze hatte die Pistole erst ein Jahr

Salzburg
16.02.2026 09:30

Ein Salzburger erschoss im Juli 2025 in seinem Garten einen weglaufenden Einbrecher – jetzt besteht Mordverdacht! Die Tatwaffe, eine Walther-Pistole, hatte sich der 66-Jährige offenbar aufgrund eines Vorfalles mit zwei Jugendlichen geholt, die ihn beleidigt hatten. 

Ganz Salzburg redet über den Mordfall rund um einen erschossenen Einbrecher. Wie berichtet, hat die Staatsanwaltschaft gegen den Salzburger Hausbesitzer (66) Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben. Demnach hat er am 31. Juli 2025 in seinem Garten den weglaufenden Einbrecher erschossen, der zuvor in seine Wohnräume eingedrungen war.

Dreimal drückte er in Richtung des flüchtenden Kriminellen ab: zuerst zwei Warnschüsse, danach kniete er sich laut Anklage hin, zielte auf den Oberkörper und feuerte ein drittes Mal. Das 9-mm-Projektil aus der legal erworbenen Pistole der Marke Walther drang in den Hinterkopf des Ungarn ein – aus 9,1 Metern Entfernung.

Der Tatort im Salzburger Stadtteil Gnigl
Der Tatort im Salzburger Stadtteil Gnigl(Bild: Markus Tschepp)

Der Vorfall mit den Jugendlichen
Doch wie kam der Salzburger zur Waffe? Grund war laut „Krone“-Recherchen ein Vorfall, der sich 2024 zugetragen hatte. Auch damals fühlte sich der Angeklagte angegriffen – diesmal von zwei Burschen. Sie hätten ihn mit Steinen attackiert und angepöbelt, lautete seine Version.

Doch der Polizei-Bericht dazu erzählt eine andere Seite: Er sei mit einem der Burschen in Streit geraten, weil ihm dieser – wohl aus Respektlosigkeit – nicht den Gehweg freimachen wollte. Dabei habe der 66-Jährige die Hand zum Schlag erhoben – der Jugendliche konterte mit Anspucken. Daraufhin habe er die Burschen sogar verfolgt. Der Vorfall blieb ohne Folgen, führte aber wohl zum Waffenkauf.

Passend dazu: Der 66-Jährige kam im Oktober nur in U-Haft, nachdem er die beschlagnahmte Tatwaffe zurückverlangt hatte. Mit dem Argument: Er müsse sich ja vor Einbrechern schützen. 

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