Historisch! Lucas Pinheiro Braathen hat sich im Riesentorlauf Gold geschnappt. Es ist die erste Olympiamedaille für Brasilien bei Winterspielen. Die Österreicher gingen leider leer aus.
Braathen brachte in Bormio die Halbzeitführung im Riesentorlauf ins Ziel, gewann vor dem Schweizer Marco Odermatt (+0,58 Sek.) und dessen Landsmann Loic Meillard (+1,17). Stefan Brennsteiner kam auf Platz acht (+2,23), Marco Schwarz auf neun (+2,28).
Mega-Vorsprung nach Lauf eins
Braathen hatte im ersten Durchgang eine Traummischung aus Abstimmung und Linienwahl getroffen und 0,95 Sek. Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Odermatt. Der Schweizer Kurssetzer Helmut Krug konnte einen Triumph Braathens auch nicht verhindern. Dieser bekam im Ziel auf einem Monitor den Jubel in der südamerikanischen Heimat eingespielt, die engste Familie war vor Ort mit dabei. Odermatt blieb damit ohne Goldmedaille bei diesen Spielen, hat aber insgesamt dreimal Edelmetall gewonnen.
„Ich habe so viele Emotionen, es ist absolut unmöglich, dass ich sagen kann, was ich jetzt im Herz gefühlt habe. Ich bin so stolz, so dankbar für alles, Familie, Freunde, Mannschaft, Brasilien, das hat mir so viel geholfen, dass wir gemeinsam Geschichte schreiben konnten“, sagte Braathen voller Emotion mit zittriger Stimme. Odermatt erklärte, das sei für ihn „die glücklichste, schönste Medaille“ dieser Spiele. Es seien nicht die einfachsten Tage gewesen. Er sei „sehr, sehr zufrieden“. Ohne „den Lauf seines Lebens“ von Braathen im ersten Durchgang wäre noch mehr möglich gewesen.
Österreicher chancenlos
Machten im ersten Durchgang warme Temperaturen die Piste zunehmend unruhig, so ging der zweite bei Schneefall bzw. Regen in Szene. Brennsteiner erklärte, dass er zu schlampig gefahren sei, Folgefehler bis ins Flache hätten einfach Zeit gekostet. „Das war zu wenig, ich habe viel probiert, aber ich bin mit den Besten nicht mitgekommen, auch wenn ich den Fehler nicht habe.“ Der Speed habe nicht gereicht, meinte der Salzburger im ORF-TV.
Hier der Endstand:
Für Marco Schwarz ging es zumindest von Halbzeitrang 18 auf neun nach vorne. „Das war ein bissl Schadensbegrenzung, ich habe probiert zu attackieren und einen anderen Ski genommen“, sagte der Kärntner. Da der erste Durchgang richtig schlecht gewesen sei, schaue nicht mehr als ein paar WCSL-Punkte heraus. Patrick Feurstein fiel von 13 auf 16 zurück („Das war leider nicht gut, ich bin teilweise zu unsauber gefahren“). Weltmeister Raphael Haaser wurde nur 19. „Ab der Hälfte war es eine ganz ansprechende Fahrt“, sah Haaser einen Teilerfolg im zweiten Lauf.
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