Erst vor wenigen Tagen zogen die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) Bilanz: Das Musical-Jahr 2025 sei international äußerst erfolgreich gewesen, fünf Eigenproduktionen begeisterten in zehn Ländern rund eine Million Besucher. Doch hinter den Kulissen schaut es gänzlich anders aus.
Denn laut „Krone“-Informationen flatterte bei einigen Mitarbeitern eine Anmeldung beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice (AMS) in das Postfach.
Eine Sprecherin bestätigte dies auf Nachfrage. Und nannte „bereits angekündigte Konsolidierungsmaßnahmen“ als Grund. Man habe vorsorglich eine Meldung beim Frühwarnsystem vorgenommen. „Das ist eine gesetzlich vorgesehene Maßnahme, keine Vorentscheidung über konkrete Schritte“, erklärt die Sprecherin. Kündigungen wurden also noch keine ausgesprochen.
Ein Sozialplan wird aktuell verhandelt
Zur Anzahl der Betroffenen wollte man sich nicht äußern. Man sei allerdings im Austausch mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, um einen „Sozialplan zu verhandeln“. Oberstes Ziel sei es, die Mitarbeiter zu schützen.
Die VBW sind unter den Kulturbetrieben am stärksten von den Einsparungen der Stadt betroffen. Die Subventionen sinken um fünf Millionen Euro.
Schon im Dezember 2025 kündigte man an, dass die Personalkosten gesenkt werden müssen. Allerdings hieß es, dass „betriebsbedingte Kündigungen“ vermieden werden sollen. Nun fällt der Vorhang. Der rund 800 Köpfe starke Personalstand scheint gesenkt zu werden.
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