Nach wie vor stehen beim Tageselternzentrum in Salzburg 83 Rausschmisse im Raum. Der Betriebsrat fordert hier vor allem Wertschätzung und organisiert eine Kundgebung für die betroffenen Mitarbeiter. Diese müssen nun bis 15. März eine Entscheidung treffen ...
Um 20 Prozent weniger Gehalt und weiterarbeiten wie bisher, oder Rausschmiss – vor dieser Frage stehen 83 Mitarbeiter des Tageselternzentrums (TEZ) in Salzburg. Anfang Februar wurden die Maßnahmen in einem Online-Meeting angekündigt. Ein Schock, nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Eltern der Kinder. Im schlimmsten Fall könnte das bis 450 Betreuungsplätze kosten.
Dabei gab es für die Tageseltern auch gleich ein Ultimatum: Wer bis 1. März die Änderungskündigungen – und damit den Gehaltsverlust – nicht unterschreibt, muss gehen. Nun ruderte die Geschäftsführung hier etwas zurück – und setzte das Datum auf den 15. März. Widerstand kommt vom TEZ-Betriebsrat, wie dessen Vorsitzende, Daniela Kandler, erzählt: „Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung. Aber wenn sich nichts ändert, werden sehr viele unserer Kolleginnen tatsächlich gehen.“
Dabei seien die Tagesmütter gesprächsbereit und würden auch beim Gehalt Abstriche in Kauf nehmen. „Vorstellbar wäre etwa, dass das in der Betriebsvereinbarung festgelegte Gehaltsplus von 20 Prozent künftig stufenweise nach Arbeitsjahren gestaffelt wird“, so Kandler. Doch dafür müsse die Wertschätzung passen: „Wir können erst auf Augenhöhe verhandeln, wenn die Kündigungsdrohungen zurückgenommen werden und unsere Vereinbarung wieder gilt.“
Einen für gestern angekündigten Gesprächstermin der Geschäftsführung mit dem Vorstand des als Verein geführten TEZ sagte der Betriebsrat ab. Stattdessen soll heute mit einer Kundgebung um 14 Uhr in der Stadt Salzburg weiter Druck aufgebaut werden.
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