Vor mehr als 1,5 Jahren trat in Seekirchen die Fischach über die Ufer. Der seit langer Zeit angekündigte Hochwasser-Schutz lässt weiter auf sich warten – zum Unmut der Bewohner. Sie machen dem Bürgermeister schwere Vorwürfe. . .
„Es ist einfach nur noch frustrierend, nichts geht weiter. Dabei drängt die Zeit.“ Gerhard Kronreif versteht die Welt nicht mehr. Mittlerweile ist es 1,5 Jahre her, dass sein Haus in der Seekirchener Inselweg-Siedlung unter Wasser stand. Den längst versprochenen Hochwasser-Schutz gibt es allerdings nach wie vor noch immer nicht. „Das ist ein echtes Totalversagen“, sagt Kronreif.
Was er damit meint? Bereits im Jahr 2013 trat die Fischach in Seekirchen über die Ufer, auch damals gab es zahlreiche Unwetter-Schäden. Seither gibt es Pläne für einen Hochwasserschutz. „Passiert ist nichts“, poltert der Seekirchener. Er spricht von „Fehlplanungen“ seitens der Gemeinde und schweren „Organisationsfehlern“.
Im Spätsommer 2024 traf das Hochwasser die Bewohner der Inselweg-Siedlung erneut mit voller Wucht. Etliche Häuser standen unter Wasser, viele hatten keinen Strom mehr. „Und dennoch gibt es immer noch kein verhandlungsreifes Projekt“, zeigt sich Kronreif erbost und verwundert.
Stadtchef: „Liegt nicht in unserer Hand“
Der Seekirchener Bürgermeister Konrad Pieringer (ÖVP) will diese scharfen Worte nicht auf sich sitzen lassen. „Die Gemeinde hat alle Aufgaben erfüllt, es ist alles am Laufen. Das Projekt ist jedoch kompliziert“, meint er gegenüber der „Krone“. Die Planungen seien beinahe abgeschlossen, der Ball liege jetzt beim Land. „Es liegt nicht in unserer Hand“, sagt der Stadtchef.
Kronreif und seine Nachbarn überzeugt das nicht: „Der Bürgermeister lässt uns im Stich. Hätte die Gemeinde ihre Aufgaben erledigt, dann wäre das Projekt längst genehmigt.“
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