Der Salzburger Bankier und ehemaliger Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller ist am 15. April 2026 nach kurzer Krankheit im 90. Lebensjahr verstorben. Das teilte das Bankhaus Spängler am Donnerstag mit. 50 Jahre lang, von 1965 bis 2015, hat er die Geschicke des Bankhaus Spängler mitgeprägt. Von 1991 bis 1995 war er Präsident der Salzburger Festspiele.
Wiesmüller studierte Rechtswissenschaften in Innsbruck und Wien und war anschließend mehrere Jahre im Salzburger Landesdienst tätig, unter anderem als Sekretär von Landeshauptmann DDr. Hans Lechner. Im Jahr 1965, mit 29 Jahren, trat er als geschäftsführender Gesellschafter in das Bankhaus Spängler ein.
Im Zuge der Umwandlung der Bank in eine Aktiengesellschaft im Jahr 1994 wurde er Sprecher des Vorstandes. Ab 1998 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates und von 2010 bis 2015 dessen Ehrenvorsitzender.
Seine Affinität für Kunst brachte Wiesmüller ebenfalls an die Spitze einer der wichtigsten Kulturinstitutionen Österreichs: Von 1991 bis 1995 war er Präsident der Salzburger Festspiele.
Wie war es möglich, all das mit seiner Führungsposition im Bankhaus Spängler zu vereinbaren? Als Festspielpräsident hatte er eine praktikable Halbtagslösung gefunden. Vormittags war er Bankmanager, nachmittags und in den Abend hinein bei den Festspielen, verriet er damals.
Für sein Wirken hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Große Ehrenzeichen des Landes Salzburg und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
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