Flammen mit 1200 Grad Celsius und Feuer über drei Tage: Kalkbrennen nach alter Tradition ist gefährlich, aufwendig und langsam. Dennoch passiert genau das dieser Tage wieder im Salzburger Freilichtmuseum – obwohl bei einem ersten Versuch vor knapp einem Jahr der Dachstuhl des Ofens abbrannte.
„Nervös bin ich nicht“, sagt Freilichtmuseums-Direktor Peter Fritz beim „Krone“-Lokalaugenschein. Er steht dabei neben dem traditionellen Kalkbrennofen, in dem das Feuer immer stärker lodert. „Nach etwa 24 Stunden sind wir hier am Donnerstagabend auf Temperatur und brennen danach 72 Stunden lang durchgehend bei 900 bis 1200 Grad Celsius.“
Dafür hat er sich heuer mit Kalkbrenner Hannes Weissenbach erneut einen absoluten Profi des alten Handwerks an den Fuße des Untersbergs geholt. „Ich bin zufrieden, man sieht von oben bereits die Glut steigen“, erzählt er. „Ich kann immer mehr nachlegen ohne Rauchentwicklung, weil auch die Verbrennung sehr gut läuft.“
Der Ofen selbst sei gut gebaut und brauche eben etwa drei Tage für das Brennen der Steine, die allesamt direkt vom Untersberg stammen. Wenn alles gutgeht, wird der authentisch produzierte Kalk im Anschluss dann für Arbeiten im Freilichtmuseum selbst und auf der Festung Hohensalzburg eingesetzt.
Derzeit hat der Ofen selbst kein Holzdach mehr. Dieses ist vor knapp einem Jahr komplett abgebrannt. Damals hat das Sicherheitskonzept gegriffen und das ungewollte Feuer wurde rasch unter Kontrolle gebracht. Ein Dach wird das Gebäude auch wieder bekommen – allerdings erst im Herbst nach dem Brennen.
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