Die Salzburger Produktion von „The Sound of Music“ feierte im Stadttheater Baden unter der Regie des neuen Intendanten Andreas Gergen Premiere – eine mit den Musicalstars Maya Hakvoort und Lukas Perman top besetzte Klischeeflut: großer Jubel beim Premierenpublikum.
Dass die Inszenierung von „The Sound of Music“, die 2011 am Landestheater Premiere feierte, nun schon 15 Jahre auf dem Buckel hat, ist im Grunde egal. Andreas Gergen hat seine einstige Regiearbeit des vor allem in den USA berühmten Musicals mit der durchwegs ohrgängigen Musik von Richard Rodgers und kitschbeladenen Texten von Oscar Hammerstein als Intendant ans Stadttheater Baden gebracht – und erweist sich als zeitlos-solide, temporeich.
Die viel besungenen Berge sucht man (bis auf einen Pappmachéhügel zu Beginn) vergeblich auf der Bühne – die sich als ideale Spielwiese für die gut gecasteten „Trapp“-Kinder sowie die mit Slapstick swingenden Nonnen und Haushälterin Frau Schmidt (köstlich Chris Lohner) erweist. Gesungen wird zu den Klängen des wohltemperierten Orchesters Baden auf Deutsch und so mutiert „The Sound of Music“ dann eben zu „Der Klang der Berge“.


Katharina Gorgi gibt eine glockenhelle Novizin Maria an der Seite des rollenerprobten „Kapitän Trapp“ Lukas Perman. Top besetzt auch die weiteren Rollen mit Maya Hakvoort („Mutter Oberin“), „Mörbisch“-Entdeckung Anna Rosa Döller („Liesl“) und „Starmania“-Siegerin Cornelia Mooswalder („Frau Schrader“). Dass man die Klangfarben mit dem „Sound of Microports“ bekleckert, ist angesichts der überschaubaren Theatergröße unverständlich. Nach drei Stunden Dirndl-Klischeekitsch viel Premierenjubel. Wer Karten will, wird enttäuscht sein: Alle Vorstellungen ausverkauft.
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