In der Nacht auf Dienstag ist der eintägige Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland zu Ende gegangen. Nun sind bereits die nächsten Arbeitsniederlegungen angekündigt: Am Mittwoch und Donnerstag werden Beschäftigte an Schulen, Hochschulen und Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen streiken.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für Mittwoch zu Warnstreiks an Schulen in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf aufgerufen. Am Donnerstag sollen Detmold und Münster folgen. Es geht um angestellte Lehrkräfte und Personal wie Sozialpädagoginnen und Schulsozialarbeiter. Zehntausende Beschäftigte aus dem Bildungswesen wollen laut deutschen Medien auf die Straßen gehen, an Schulen könnte der Unterricht ausfallen. Eine Betreuung vor Ort soll aber angeboten werden.
In den östlichen Bundesländern sind Lehrkräfte laut der Gewerkschaft oft nach wie vor angestellt. Daher steht es ihnen im Gegensatz zu Beamtinnen und Beamten offen, an Streiks teilzunehmen. Die GEW wirft der Arbeitgeberseite vor, bisher kein Angebot in der Tarifrunde vorgelegt zu haben. Die Gewerkschaften GEW, Verdi und der deutsche Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Lohn sowie ein Plus von mindestens 300 Euro monatlich (siehe Video oben).
Nächste Verhandlungsrunde am 11. Februar
Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber lehnen das ab. Sie legten bisher kein eigenes Angebot vor, sondern boten einen Inflationsausgleich an, der einen Zeitraum von etwa 2,5 Jahren umfasst. Für Mittwoch hat auch die Gewerkschaft Verdi zu Streiks aufgerufen, und zwar an den Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. Auch viele Hochschulen sind betroffen. Vom 11. bis 13. Februar ist in Potsdam die letzte Verhandlungsrunde angesetzt. Bei diesem Treffen soll entschieden werden, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst künftig bezahlt werden. Ungefähr 2,6 Millionen Beschäftigte sind betroffen, etwa die Hälfte davon arbeitet im Bildungsbereich.
Wie berichtet, legten am Montag in ungefähr 150 deutschen Städten 100.000 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr ihre Arbeit nieder. Mit Betriebsbeginn am Dienstag fuhren Busse, U-Bahnen und Stadtbahnen wieder. Der Kommunale Arbeitgeberverband warf Verdi vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen.
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