Die chinesische Stadt Wuhan hat bereits während der Corona-Pandemie für Schlagzeilen gesorgt. 2019 gab es dort den ersten Fall einer Covid-Infektion, wenige Wochen später stand die Welt still. Ein Lockdown folgte dem anderen. Nun gerät die Metropole erneut ins Visier von Gesundheitsbehörden. Grund dafür: Vergiftetes Milchpulver in Baby-Nahrung, die auch in Österreich in den Regalen landete.
Anfang des Jahres startete der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé eine große Rückrufaktion in 60 Ländern, weil in Säuglingsmilch möglicherweise das Toxin Cereulid – ein von Bakterien produzierter Giftstoff – versteckt sein könnte. Vor wenigen Tagen folgte Danone.
Im Milchpulver ist ARA-Öl enthalten – eine wichtige Omega-6-Fettsäure für Babys – das mit dem Gift Cereulid verunreinigt sein könnte. „Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Hersteller des betroffenen ARA-Öls die Firma Cabio Biotech“, schilderte eine Sprecherin des Schweizer Bundesamts für Lebensmittelsicherheit (BLV) dem Schweizer „Tagesanzeiger“. Und diese Firma hat ihren Sitz in Wuhan.
Die betroffenen Produkte:
Für Fragen zu Produkten und Rückgabe steht das Nestlé-Verbraucherservice-Team zur Verfügung:
Telefon: 0800 23 44 944 (werktags von 9:00-17:00 Uhr)
E-Mail: konsumenten.service@at.nestle.com
Ermittlungen wegen Todesfällen
Neben dem Strudel an Produktrückrufen rund um den Globus findet sich Nestlé auch in einem Ermittlungsverfahren wieder. Behörden prüfen, ob Babynahrung des Herstellers für zwei Todesfälle Ende Dezember sowie Anfang Jänner in Frankreich und die Erkrankung eines Kindes in Belgien verantwortlich ist.
Säuglingsnahrung unterliegt laut dem Laborkonzern Eurofin besonders strengen Kontrollen. Das Problem: Nach Cereulid wird in den Standardtests nicht gesucht. Beim Schweizer Prüfkonzern SGS schrillen die Alarmglocken: Das bereits in kleinste Mengen äußerst gefährliche Gift könne nach üblichen Verarbeitungsprozessen im Endprodukt verbleiben, wird gewarnt. Im Fokus stünden insbesondere Säuglings- und Babynahrung, Reis- und Fertiggerichte, Milchpulver, fettreiche Zutaten wie Spezialöle sowie allgemein pulverförmige und stark verarbeitete Lebensmittel.

Belieferung gestoppt
Nestlé hat indes die Belieferung durch den betroffenen ARA-Öl-Lieferanten gestoppt. Darüber hinaus will der Konzern systematische Tests aller ARA-Öl-Chargen von anderen Lieferanten auf Cereulid und Kontrollen während und nach der Produktion durchführen.
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