Schon im vergangenen Jahr ergaben im Burgenland Proben eine Asbestbelastung von bis zu 100 Prozent. Die Folge war die Schließung des Steinbruchs in Bernstein.
Der Bescheid der Behörde zur Schließung des Steinbruchs in Bernstein gibt Einblick, wie die Sperre des Betriebs abgelaufen ist. Demnach war es am 17. Juni 2025 zu einer Überprüfungsverhandlung gekommen, bei der „sicherheitstechnische Bedenken hinsichtlich der Asbestbelastung“ geäußert wurden.
Andere Steinbrüche wurden früher beprobt
Am 4. Juli wies die Behörde den Betrieb an, eine Grenzwertvergleichsmessung bezüglich Asbeststaub durchzuführen. Am 19. November kam es zu einer amtswegigen Überprüfung auf eine mögliche Belastung. Schon die Tage zuvor waren andere Steinbrüche im Bezirk beprobt worden. Mitte Dezember lag dann das Gutachten zu Bernstein vor: Alle vier Proben enthielten Chrysotilasbest, teilweise betrug der Anteil 100 Prozent. Daraufhin kam es zur Schließung.
Dorner: Keine Gesundheitsgefahr
Für den FPÖ-Abgeordneten Markus Wiesler stellt sich nun die Frage, warum zwischen dem ersten Verdacht und der Sperre ein halbes Jahr vergangen ist. Er kritisiert auch widersprüchliche Aussagen zur Gefährlichkeit: Während Greenpeace warne, sehe das Land keine Gesundheitsgefahr. SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner betont unterdessen, dass immer schnellstmöglich reagiert worden sei. Man könne niemanden Untätigkeit vorwerfen. Weiters hätten Experten bestätigt, dass von gebundenem Asbest keine Gefahr ausgehe, so Dorner.
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