Auch im Landtag wurde das Thema Asbest diskutiert. Der Grüner Klubchef überraschte bei der Sitzung mit einem „Mitbringsel“ von seiner Hauszufahrt. Er ist einer von wahrscheinlich vielen Betroffenen.
Der Klubchef der Grünen, Wolfgang Spitzmüller, überraschte, als er während seiner Rede einen Schotterstein aus der Tasche zog. Die Gemeinde habe vor Jahren seine Hauszufahrt schottern lassen – mit asbestbelastetem Material aus einem der Steinbrüche, wie sich nun herausstellt. Man erkenne die Asbest-Steine sofort, ohne viel suchen zu müssen, so Spitzmüller, der auch gesteht, dass die Kinder in dieser Einfahrt gespielt hätten.
„Gestein findet man überall“
„Im Südburgenland sieht man dieses Gestein überall, auf Schotterwegen, Waldwegen und Zufahrtsstraßen. Niemand hat sich etwas dabei gedacht“, sagt der Grüne. Auch er sei davon ausgegangen, dass der Schotter unbedenklich sei. Gleichzeitig warnte Spitzmüller vor Panikmache, auch wenn Greenpeace gute Arbeit leiste. Das brachte ihm Kritik von ÖVP-Mandatar Markus Ulram ein: Wenn die Grünen nicht in der Landesregierung sitzen würden, würden sie bei dem Thema wohl anders agieren, so Ulram.
Keine Gefährdung
Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf kalmierte anschließend: Nach derzeitigem Wissensstand bestehe keine Gesundheitsgefährdung. Durch die Luft-Messungen werde man belastbare Ergebnisse erhalten. Und Spitzmüller ergänzte, dass aufgrund der Witterung derzeit kaum Asbestfasern freigesetzt werden.
Übrigens: Bei dem mitgebrachten Stein handelte es sich um einen, der nicht mit Asbest belastet ist, wie Spitzmüller betonte.
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