Kontakt mit Tier
Hantavirus-Ausbruch ging wohl von einer Person aus
Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff sind drei Passagiere verstorben. In Frankreich und den Niederlanden gibt es allerdings eine erste Entwarnung: Alle untersuchten Kontaktpersonen wurden negativ getestet. Gleichzeitig liefern Wissenschaftler neue Erkenntnisse zur Übertragung des Virus.
Drei Passagiere des Kreuzfahrtsschiffes „Hondius“ starben nach dem Ausbruch des Virus: ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Bei zwei von ihnen wurde das Hantavirus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.
Neue Informationen zur Übertragung
Bis Mittwoch hatte die WHO insgesamt elf Fälle registriert. Davon wurden acht Fälle als Infektionen mit dem Andesvirus bestätigt, bei zwei weiteren Fällen wird es vermutet. Das Andesvirus ist der einzige bekannte Hantavirus-Stamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Als Überträger des Hantavirus auf den Menschen gelten nämlich in der Regel infizierte wilde Nagetiere wie Mäuse oder Ratten als Zwischenwirte.
Wahrscheinlich habe es „nur ein einziges Ereignis einer Übertragung von einem infizierten Tier zum Menschen“ gegeben, erklärte Mikrobiologe Andreas Hoefer vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) der „Zeit“.
Nach den derzeit verfügbaren Daten schätze die EU das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa als „sehr gering“ ein, hieß es trotzdem von der zyprischen Ratspräsidentschaft am Donnerstag.
Kontaktfälle „ausnahmslos negativ getestet“
Entwarnung kam am Donnerstag aus Frankreich: Alle Kontaktfälle, die sich in dem Land in Isolation befänden, seien „ausnahmslos negativ getestet worden“, teilte Gesundheitsministerin Stéphanie Rist mit.
Darunter waren neben vier Franzosen auch 22 Kontaktpersonen einer später an einer Hantavirus-Infektion gestorbenen Niederländerin. Als Vorsichtsmaßnahme und wegen der langen Inkubationszeit seien „alle 26 Personen in Krankenhaus-Isolation gebracht“ worden. Sie würden „weiterhin medizinisch überwacht und dreimal pro Woche getestet“.
Dass die 26 Personen vor ihrer Krankenhaus-Isolation schon weitere Menschen angesteckt haben, könne aktuell ausgeschlossen werden. veröffentlichen. Fünf französische Passagiere der „Hondius“ waren unmittelbar nach ihrer Ankunft in Paris am Samstag isoliert worden. Eine von ihnen wurde positiv auf das Hantavirus getestet und ist inzwischen schwer erkrankt.
Entwarnung aus Niederlanden und USA
Die niederländischen Behörden teilten ihrerseits mit, dass alle in dieser Woche in den Niederlanden eingetroffenen Evakuierten ebenfalls negativ getestet worden seien. Ein weiterer Passagier des Schiffes hatte leichte mögliche Symptome des Hantavirus. Die Person wurde jetzt in den USA negativ getestet, hieß es bei einer Pressekonferenz der Gesundheitsbehörde CDC.
Spur nach Österreich
Auch ein Österreicher war kurz mit einer mit dem Hantavirus infizierten Frau in einem Flugzeug und gilt nun als Niedrigrisiko-Kontaktperson. Darüber informierte das Gesundheitsministerium am Mittwoch. Die Frau war damals bereits schwer erkrankt, weshalb die Crew entschied, dass sie nicht mitfliegen durfte. Die Niederländerin starb wenig später in Johannesburg. Eine Ansteckung des Österreichers gilt als äußerst unwahrscheinlich. Der Mann hat keine Symptome.










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