Während das Mercosur-Handelsabkommen mit Südamerika im EU-Parlament durch eine einigermaßen ungewöhnliche Allianz der Rechtsaußen-Fraktion mit der grünen Fraktion in die Warteschleife verbannt wurde, soll nun das Handelsabkommen mit Indien problemlos ratifiziert werden. Der Jubel bei den Brüsseler EU-Granden rund um Ursula von der Leyen ist jedenfalls groß.
EINERSEITS ist völlig klar, dass die rigide Zoll-Politik des US-Präsidenten die Europäer zwingt, neue Märkte für die eigenen Exporte zu erschließen.
ANDERERSEITS fragt man sich schon, warum dies im Falle Indiens, das immerhin ein enger Verbündeter des Krieg führenden Russland ist, geht und im Falle Südamerikas nicht.
Nun sind die entschiedensten Gegner des Mercosur-Abkommens bekanntlich Europas Landwirte. Sie fürchten, von argentinischen Steaks zu Lasten der eigenen Fleischproduktion – wie überhaupt im Bereich der Lebensmittelproduktion – an die Wand gedrückt zu werden. Eine ähnliche Konkurrenz ist natürlich von Indien nicht zu befürchten, da die Kühe für die Hindus bekanntlich heilig sind und nicht geschlachtet werden.
Und von grüner Seite fürchtet man die massenhafte Haltung von Rindern in Südamerika möglicherweise allein schon deshalb, da diese bekanntlich gewaltige Mengen an umweltschädlichen Methan-Flatulenzen produzieren. So haben also die furzenden Kühe der südamerikanischen Pampas und die heiligen Kühe Indiens einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die europäische Handelspolitik.
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