Gewalt in Minneapolis

Baby musste nach ICE-Einsatz wiederbelebt werden

Ausland
18.01.2026 17:56

Erneut sind unschuldige Menschen während eines Einsatzes der Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis zwischen die Fronten geraten. Eine Familie musste sogar um das Leben ihres sechs Monate alten Babys bangen.

Familienvater Shawn Jackson erklärte gegenüber dem TV-Sender Fox9, dass mehrere Nebel- und Blendgranaten in der Nähe seines Fahrzeugs und auch ins Innere geworfen worden seien. Durch die Druckwelle seien sogar die Airbags ausgelöst worden. Die Familie sei teilweise im Fahrzeug gefangen gewesen. Es sei Panik ausgebrochen, drei seiner sechs Kinder – darunter auch ihr sechs Monate alter Säugling – seien verletzt worden.

Jackson und seine Ehefrau Destiny befreiten mithilfe von herbei geeilten Passanten ihren Nachwuchs aus dem Fahrzeug und flüchteten in ihr Wohnhaus. Das Baby hörte laut Angaben der Mutter sogar zu atmen auf und musste wiederbelebt werden.

Hier sehen Sie die beklemmenden Szenen:

Mehrere Nebelgranaten wurden unter das Auto der Familie gefeuert. Beim Vater und seinen Kindern ...
Mehrere Nebelgranaten wurden unter das Auto der Familie gefeuert. Beim Vater und seinen Kindern brach Panik aus.(Bild: EPA/Olga Fedorova)

„Wir wollten einfach nur nach Hause“
Ersthelfer wuschen die Gesichter der Kinder mit Milch ab, um das Tränengas zu neutralisieren. Destiny Jackson zeigte sich nach dem eskalierten Protest, auf den die Sicherheitskräfte reagiert hatten, entsetzt: „Meine Kinder waren unschuldig, mein Mann war unschuldig und auch ich war unschuldig. Das hätte nicht passieren dürfen. Wir wollten einfach nur nach dem Basketballspiel unseres Sohnes nach Hause.“

Die Einsatzkräfte der Einwanderungspolizei verzögerten durch ihre massive Präsenz auch die Zufahrt der Rettung. „Ich habe ihnen gesagt, dass wir ein bewusstloses Baby hier haben. Aber sie standen nur regungslos da“, schilderte Shawn Jackson später gegenüber dem TV-Sender CBS News. Schließlich hätten Polizisten der Stadt Minneapolis eingegriffen und geholfen. Sie übergaben das Kind der Feuerwehr und begleiteten die Familie zu einem Notarztwagen, welcher sie ins nächstgelegene Krankenhaus brachte.

Eskalation droht: 1500 Soldaten in Bereitschaft versetzt
Unterdessen hat das Verteidigungsministerium rund 1500 Soldaten für einen möglichen Einsatz im Bundesstaat Minnesota in Bereitschaft versetzt. Die Zeitung „Washington Post“ berichtete am Sonntag unter Berufung auf Vertreter des Verteidigungsministeriums, die Einheiten der regulären Truppe seien aktiviert worden für den Fall, dass die Gewalt in dem US-Staat eskaliere.

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