Alte Bauernregel: Je teurer ein edler Sportwagen, desto weniger wird er bewegt. Insofern ist das, was jetzt im Internet aufgetaucht ist, eine echte Sensation: ein Bugatti Chiron mit über 175.000 Kilometern auf dem Zähler!
Das ist ein Kilometerstand, bei dem viele Normalfahrer drüber nachdenken, ihr Auto zu verkaufen, „bevor größere Reparaturen kommen“. Die haben ihr Fahrzeug dann wahrscheinlich ungefähr zehn Jahre lang im Alltag bewegt. In die Arbeit, zurück nach Hause, am Wochenende zur Verwandtschaft oder auf einen Ausflug, im Sommer nach Italien oder Kroatien.
Ein solches Leben führt der Bugatti wohl eher nicht. Er steht auch nicht in einer Tiefgarage in Wien-Favoriten oder in der Doppelgarage eines Einfamilienhauses in einem Villenviertel. In einer Garage schon, aber an einer privaten Rennstrecke in Spanien: am Circuito Ascari in der Nähe von Ronda in der Provinz Málaga. Dort, wo wir erst kürzlich im Rahmen der Fahrpräsentation den neuen BMW iX3 im Kreis gescheucht haben.
Wenn dort nicht gerade Autohersteller ihre Produkte z.B. der Presse vorführen, wird dort privat gefahren. Viele finanziell potente Menschen haben dort ihre Spielzeuge geparkt, um sie mehr oder weniger regelmäßig mehr oder weniger artgerecht zu bewegen. Und möglicherweise hat auch Bugatti dort ein Fahrzeug geparkt, besagten Chiron nämlich.
Denn dort am Circuito Ascari sind die hier gezeigten Fotos entstanden, die nun auf dem Instagram-Account des Fotografen Alex Penfold aufgetaucht sind. Wobei, aufgetaucht ist gut. Sie stehen dort seit Anfang Oktober und haben bereits fünfstellige Like-Zahlen. Die Rede ist davon, dass es sich Insider vermuten, dass es sich um einen offiziellen Testwagen des Herstellers handelt.
Vielleicht gibt es aber auch eine andere Erklärung für die französischen Kennzeichen. Die Vorstellung, dass ein reicher Franzose sein wertvolles Schätzchen nicht mit zig anderen ebenso hochpreisigen Fahrzeugen sich die Reifen platt stehen lässt, sondern damit die Welt bereist, wäre jedenfalls noch charmanter.
175.797 Kilometer sind es bis Anfang Oktober 2025 geworden. Wenn es eines der ersten gebauten Exemplare ist, dann waren das im Schnitt gut 18.000 Kilometer pro Jahr. Theoretisch könnte der eine oder andere davon mit 420 km/h abgespult worden sein, das ist das Höchsttempo des 16-Zylinder-Boliden mit 1500 PS.
Interessant wäre, wie viel der schnelle Franzose, der neu mindestens 2,4 Millionen Euro netto gekostet hat – vielleicht aber auch über 3 -, mit dieser Laufleistung wert wäre. Falls Sie nun über ein eventuelles Schnäppchen nachdenken: Das jährliche Service kostet mehr als 10.000 Euro, alle vier Jahre ist das große Service um über 30.000 Euro fällig. Ein Paar Bremsen mit Klötzen 25.000 Euro, ein Satz Reifen 8000 Euro. Und wenn der Motor hochgeht (wir sagen nur 175.000 Kilometer) – 800.000 Euro.
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