Skoda bringt ein wenig den Glanz großer Automessen auf das Wiener Messegelände – mit der Studie Vision O. Im Wesentlichen ist die „Vienna Drive 2026“ aber vor allem ein Schaulaufen des österreichischen Autohandels mit der Gelegenheit, sich intensiv mit allen aktuellen Modellen auseinander- (und sich hinein-) zu setzen.
Da ist völlig nebensächlich, dass in der Halle B schlicht ein Auto neben dem anderen steht, ohne aufwendige und teure Standkonstruktionen der Hersteller wie einst auf der Vienna Autoshow. Schließlich wird die Messe nun direkt von den Händlern bespielt, was auch für potenzielle Kunden Vorteile haben kann. Man kann nicht nur direkt vor Ort einen Kaufvertrag abschließen, man hat auch die Möglichkeit, 5000 Euro „Traumauto-Zuschuss“ zu gewinnen (wird dreimal verlost).
Glanz verströmt auch der neue Porsche Cayenne Electric, der mit bis weit über 1000 PS, 400 kW Ladeleistung und in der Basis ab 108.000 Euro erst im Frühjahr/Sommer auf den Markt kommt.
Auch sonst stehen jede Menge Österreich-Premieren auf der Vienna Drive. Mazda Rainer zeigt den neuen CX-5, mit dem die Bestseller-Baureihe den Neustart einläutet. Bei Renault Sonnleitner steht der sympathische Twingo neben seinen bereits bekannten Elektrobrüdern R4 und R5, aber auch der kommende Clio, der auf der Verbrennerseite wohl zum Bestseller wird. Auch Alpine trumpft mit der A390 auf.
Weitere Österreich-Premieren sind Mercedes GLC, Nissan Leaf und Micra, die Facelifts von Dacia Jogger und Sandero, Omoda 5, Jaecoo 7, Lynk & Co 02, die Toyotas Urban Cruiser, C-HR+, bZ4X Touring und RAV4 oder auch der neue Opel Astra.
Bei VW ist der neue T-Roc heiß begehrt, die brandneue Generation des beliebtesten SUVs Europas. Daneben spannt die Wolfsburger Marke (bzw. Porsche Austria) den Bogen vom Ur-GTI (als Leihgabe von Strietzel Stuck) zum schnellsten Serien-Golf auf der Nordschleife aller Zeiten, dem Golf GTI Edition 50.
Was man auf der Wiener Messe vergeblich sucht, sind etwa der kommende VW ID. Polo mit dem völlig neuen Innenraum (der medial voll eingeschlagen hat) oder auch der neue BMW iX3. Aber bei 200 Autos, 60 Motorrädern, 70 Marken und 50 Ausstellern dürfte sich ein Besuch für jeden auszahlen, der sich auch nur entfernt für individuelle Mobilität interessiert.
Die Vienna Drive, die heuer zum zweiten Mal aufgelegt wurde, findet zeitgleich mit der Ferien-Messe statt. Ein Ticket gilt für beide Ausstellungen. Eine Tageskarte kostet 13,50 Euro, für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt gratis. Es empfiehlt sich die Anreise mit den Öffis, z. B. der U2.

Pkw-Zulassungsrekord 2025
Trotz hoher Inflation und Arbeitslosenzahlen blickt die Autobranche auf ein starkes Jahr zurück. 284.978 Pkw wurden 2025 neu zugelassen, ein Plus von 12,3 Prozent im Jahresvergleich. Damit wurde der höchste Wert seit 2019 erreicht – Vor-Corona-Zahlen sind aber noch in weiter Ferne.
Branchenprimus VW hat den heutigen Eröffnungstag genutzt um eine zufriedene Bilanz über das Jahr 2025 zu ziehen. Der Konzern ist zum 68. Mal in Folge Marktführer bei den Pkw-Neuzulassungen mit einem Marktanteil von 14,2 Prozent und 40.581 Neuzulassungen. Man habe die Nase bei Verbrennern und Hybridfahrzeugen voran und belege Platz 2 bei Elektrofahrzeugen (hinter BMW).
„Jedes sechste neu zugelassene Elektromodell ist ein Volkswagen“, rechnete Gudrun Zeilinger, Markenleiterin Volkswagen Pkw, vor. Der Anteil der Plug-in-Hybride an den Volkswagen-Neuzulassungen liege aktuell bei über 14 Prozent.
VW: Automärkte im Krisenmodus
Auf das Jahr 2026 blickt der Konzern mit gemischten Gefühlen. „Die Automärkte werden sich weiterhin im Krisen- und Konsolidierungsmodus bewegen. Gleichzeitig intensiviert sich der Wettbewerb“, so die Einschätzung.
Während Autoimporteure und -händler zufrieden sind, stöhnt die heimische Zulieferindustrie unter einer Wirtschaftsflaute. Vor wenigen Tagen hatte Wollsdorf Leder Insolvenz anmelden müssen. Kurz drauf vermeldete der Wieselburger Autolicht-Hersteller ZKW, dass er 600 Stellen abbauen wird. Dazu kam dann noch KTM mit der Hiobsbotschaft, 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzubauen.
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