Donald Trump ist mit einer komplett anderen Agenda in den Wahlkampf gegangen als jener, die er heute umsetzt. Er versprach seinen Landsleuten ein Ende der interventionistischen Außenpolitik, die darauf abzielte, sich weltweit für die Verbreitung von Demokratie einzusetzen – und sei es mit Feuer und Schwert. So wie das in der jüngeren Geschichte etwa im Irak passiert ist oder auch in Afghanistan, wo mittlerweile wieder die Taliban an der Macht sind, obwohl die USA und der Westen sich dort 20 Jahre lang ausgeblutet haben.
Er versprach den Amerikanern, sich auf das eigene Land zu konzentrieren, darauf, dass es ihnen besser gehen möge. Dafür wurde Donald Trump gewählt.
Entsprechend groß ist jetzt der Gegenwind: Mehr als 70 Prozent der Amerikaner lehnen den Iran-Krieg strikt ab. Und diese Zahl wird steigen, je mehr Gefallene zurückkommen.
Trump setzt auf einen kurzen Krieg, aus dem er und die US-Armee als Helden hervorgehen werden, weil sie den gefährlichsten Terrorstaat des Nahen Ostens in die Knie gezwungen und dessen Regime gestürzt haben. Möglich ist das. Aber keineswegs sicher.
Angesichts der im November anstehenden Kongresswahlen ist das eine höchst riskante Wette, die Trump da eingegangen ist. Denn wenn er die ohnehin knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und dem Senat verliert, wird er zu dem, was in den USA als „lame duck“ bezeichnet wird. Eine „lahme Ente“ – ein Präsident ohne Macht ...
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