Er ist wohl der bekannteste Hundetrainer Deutschlands, jetzt rät er zu kontroversen Methoden. Silvester-Feuerwerke bedeuten für viele Hunde puren Stress. Martin Rütter meint: Ein bestimmtes Getränk kann helfen, die Tiere zu beruhigen.
Viele Tiere reagieren panisch auf das Feuerwerk und den damit verbundenen Lärm an Silvester. Der bekannte Hundeprofi Martin Rütter hat dafür einen kontroversen Tipp: Eierlikör solle dabei helfen, aufgebrachte Hunde zu beruhigen.
„Alkohol macht die Tiere cooler“
In einem RTL-Video stellte Martin Rütter klar, ihm sei durchaus bewusst, dass Alkohol giftig für Hunde sei. Trotzdem könne ein „Schuss“ Eierlikör helfen, ein nervöses Tier zu beruhigen. „Wenn die so ein Pinnchen Eierlikör haben, dann sind die so ein bisschen verlangsamt und dadurch auch ein bisschen cooler. Die schlafen einfach fester.“
Rütter: Man muss die Dosis aufteilen
Bei dem kontroversen Tipp komme es auf die richtige Dosierung an – man solle dem Tier auf keinen Fall zu viel Alkohol geben. Laut einem deutschen Tierarzt sollen maximal 0,4 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht werden. Damit sei man als Tierbesitzer im „sicheren Bereich“. Hundeprofi Rütter meinte außerdem: Am besten sollen Tierbesitzer die Dosis auf zwei oder drei Portionen aufteilen, den letzten Teil des Likörs solle man eine halbe Stunde vor Mitternacht verabreichen.
Kritiker: „Empfohlene Dosis viel zu hoch“
Seitens der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie hagelte es Kritik am Tipp des Hundetrainers: „Es gibt keinen pharmakologisch-medizinisch vertretbaren Grund, dem Hund an Silvester bzw. in anderen angstauslösenden Situationen Alkohol zu geben.“ Sie kritisieren neben der Methode auch die ihrer Ansicht nach viel zu hohe Dosis an Eierlikör, die Rütter empfiehlt. Mit der angegebenen Formel sei man rechnerisch schon bei der Grenze zur Fahrtüchtigkeit angekommen, für Tiere sei sie also viel zu hoch. Kritiker sprechen außerdem von „Suchtgefahr“.
Rütter schießt zurück
Martin Rütter wehrte sich gegen die Kritik. In einer Stellungnahme schrieb er: „Es soll absolut niemand überredet oder gar gezwungen werden, seinem Hund Likör zu reichen. Wer das aus welchen Gründen auch immer nicht tun mag, der soll es halt lassen.“ Sein Tipp richte sich ausschließlich an „die vielen Hundebesitzer(innen), die feststellen konnten, dass eine sauber dosierte und geringe Menge Alkohol ihrem Tier deutlich hilft, diesen schrecklichen Abend halbwegs gut zu überstehen.“
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