Immer öfter wird beim traditionellen Funkenabbrennen auch geböllert – das empfinden manche Menschen schon als unangenehm. Tieren jedoch verursacht die Knallerei sogar Schmerzen. Landesrätin Rüscher appelliert daher, darauf zu verzichten.
Der traditionelle Funkensonntag steht vor der Tür – für viele Vorarlberger ein Event, das sie nicht missen möchten. Neben dem Entzünden des Feuers und den dazu gereichten „Funkaküachle“ hat sich in den vergangenen Jahren aber vielerorts auch das Böllern etabliert. Während Menschen das meist unbedacht als Teil des bunten Spektakels wahrnehmen, ist es für Haus-, Nutz- und Wildtiere eine oft schmerzvolle Lärmbelastung.
Feuerwerke sind sowohl für Tiere eine enorme Stressquelle, sie leiden unter dem für sie ungewohnten Lärm und den Lichtblitzen. Da viele Tiere ein wesentlich empfindlicheres Gehör als Menschen haben, nehmen sie das Krachen und Knallen viel intensiver wahr – für sie ist der Schalldruck, der durch Feuerwerke verursacht wird, nicht nur laut, sondern schmerzhaft. Deshalb sollten Haustiere keinesfalls zum Funkenplatz oder auch nur in die Nähe mitgenommen werden.
Knallerei nicht notwendig
Landesrätin Martina Rüscher und Tierschutzombudsfrau Ruth Sonnweber appellieren daher, gänzlich auf die Knallerei zu verzichten. „Für Tiere sind Feuerwerke und Böllerei mit Zuständen schwerer Angst und mit Leiden verbunden. Das soll am Funkensonntag besonders bedacht werden ,und darauf ist Rücksicht zu nehmen – die schöne Tradition des Funkenabbrennens muss im Sinne des Tierwohls nicht mit viel Lärm und Feuerwerk ‘aufgepeppt‘ werden“, sind sich Rüscher und Sonnweber einig.
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