Auch die dritte Verhandlungsrunde für die über 90.000 Beschäftigten der IT-Branche ging am Mittwoch nach fünf Stunden ergebnislos zu Ende. Die Gewerkschaft GPA kündigte nun Betriebsversammlungen in ganz Österreich an.
Bisherige Angebote der Arbeitgeber seien „inakzeptabel“, so die Gewerkschaft. Ihr zufolge wollten die Arbeitgeber die Ist-Gehälter gar nicht und die Mindestgehälter „nur“ um 1,9 Prozent erhöhen.
„Das hat nichts mit der Realität zu tun“
„Die IT-Branche ist besser durch die Krise gekommen, als die Gesamtwirtschaft, und trotzdem wollen die Arbeitgeber nicht einmal die Inflation abgelten“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA. „Das hat nichts mit der Realität zu tun. Wenn man versucht, uns abzuspeisen, werden wir den Druck erhöhen“, so die Gewerkschafterin weiter.
Das derzeitige Angebot der Arbeitgeber zeigt, wie wenig die Arbeit der Kollegen wertgeschätzt wird!
Gewerkschaft GPA
Die Betriebsräte der Branche wurden bereits vor der dritten Verhandlungsrunde über den Verhandlungsstand informiert. „Bereits hier hat sich klar gezeigt, dass das aktuelle Angebot der Arbeitgeber auf großes Unverständnis stößt“, berichtet Steiner.
Die Gewerkschaft GPA fordert weiterhin ein deutlich verbessertes Angebot, „das der tatsächlichen Branchenentwicklung und der Leistung der Beschäftigten entspricht“.
Nächste Runde am 18. Dezember
Die Arbeitgebervertreter von der Wirtschaftskammer (WKO) hingegen sahen eine „leichte Bewegung beider Seiten“. Die Positionen würden allerdings noch weit auseinander liegen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18. Dezember statt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.