Neuer Fund bestätigt

Neandertaler waren mobiler als gedacht

Wien
29.10.2025 12:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Knochenfragment mit rund 45.000 Jahre alter Neandertaler-DNA weist darauf hin, dass unsere Verwandten vermutlich deutlich mobiler waren als vermutet.

Das rund fünf Zentimeter lange Knochenstück stammt aus einem Felsüberhang auf der Krim-Halbinsel und wurde von Wiener Forschern identifiziert. Im Fachjournal „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) zeigten sie nun erstaunliche genetische Verbindungen Richtung Ost und West auf.

Neben wenigen Knochenstücken von Mammuts und Wölfen konnte zur Überraschung der Wissenschafter auch ein Neandertaler-Knochenstück nachgewiesen werden, das sie „Star 1“ nannten.

Fund ist 45.000 Jahre alt
Es stammt vermutlich von einem Oberschenkelknochen und laut Radiocarbon-Datierung aus dem Zeitraum, in dem moderne Menschen und Neandertaler in Eurasien aufeinandertrafen und letztere in der Folge verschwanden, also vor rund 45.000 Jahren. Gerade aus dieser Epoche gebe es nur sehr wenige fossile menschliche Zeugnisse.

Diese Erkenntnis unterstreiche die Ansicht, dass Vertreter von „Homo neanderthalensis“ vor allem in den klimatisch günstigeren Epochen zwischen den Eiszeiten offenbar über die weitläufigen eurasischen Steppen verteilt gelebt haben.

Krim-Halbinsel als einstige Drehscheibe
Die Krim-Halbinsel könnte hier als eine Art Drehscheibe fungiert haben, vermuten die Wiener Forschenden. Die genetischen Verbindungen interpretieren sie dahingehend, dass diese Gruppen einst weite Strecken zurückgelegt haben.

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