Der Film „Karl-Markus Gauß – Schlendern ist mein Metier“ feierte Premiere in Salzburg. Wie sich der Schriftsteller von Regisseur Johannes Holzhausen im Streifen getroffen fühlt? Die „Krone“ hat bei ihm nachgefragt.
Ein Gefühl von peinlicher Betretenheit“ habe er gehabt, als er sich zum ersten Mal auf der Leinwand sah. „Das war schon schwer auszuhalten“, findet Karl-Markus Gauß (71). Etwa wenn sein Kopf samt des „angeblichen Doppelkinns“ fast die ganze Leinwand ausfüllt, während er den Kapuzinerberg hinauf hetzt.
Ein Kipppunkt im Film „Schlendern ist mein Metier“, der den Schriftsteller porträtiert und am Montagabend seine Premiere im ausverkauften „Das Kino“ feierte.
Der in Salzburg geborene Regisseur Johannes Holzhausen hat ihn gedreht. Sein bisher größter Erfolg war die Dokumentation „Das große Museum“ über das Kunsthistorische Museum in Wien. Gauß hat er über mehrere Jahre begleitet. Sie teilen eine Gemeinsamkeit: „Wir beide mögen die Peripherie!“
Die Wunden der Geschichte, gerade in Osteuropa, faszinieren den Filmemacher. Holzhausen dankt ihm für dessen Vertrauen – etwa als Gauß einen noch unveröffentlichten Text über seinen Herzinfarkt im Film vorliest. Gauß ist zufrieden mit seinem Porträt.
Zwei Gesichter?
Nur eine Seite kommt ihm etwas zu kurz: „Da ist der humanistische ältere Herr, aber es gibt eben auch noch den aufbrausende Jüngling mit heroischen Ideen“, sagt Gauß.
Die „Krone“ findet, der Film trifft seinen feinen Charme. Am 22. Oktober wird der Film „Schlendern ist mein Metier“ um 19.30 Uhr im Oval im Europark gezeigt. Holzhausen und Gauß werden beide nochmals anwesend sein.
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