Salzburger trauert

Nach Rennfahrer-Tod: „Einer von uns ist gegangen“

Sport
21.04.2026 16:00

Der Salzburger Motorsportler Philipp Eng sprach mit der „Krone“ über den tragischen Unfall eines Kollegen am Nürburgring. Die Risiken beim Rennfahren sind dem 36-Jährigen bekannt, Angst am Steuer hat er aber nie. 

Vergangenes Wochenende stand die Motorsport-Welt still. Bei einem Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie in Deutschland kam der schwedische BMW-Fahrer Juha Miettinen (66) bei einem Massencrash ums Leben.

Auch Philipp Eng, der erst kürzlich selbst in der „Grünen Hölle“ an genau dieser Serie, die als Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife fungiert, teilnahm und dabei einen Sieg feiern konnte, bekam den tragischen Unfall natürlich mit. „Es ist einfach nur traurig. Als ich es gelesen habe, konnte ich es nicht glauben. Das war ein echter Schock und geht mir sehr nahe“, betont der Salzburger, der wie Miettinen für BMW fährt, ihn aber nicht persönlich kannte. „Man hat das Gefühl, dass einer von uns gegangen ist. Der Motorsport ist wie eine große Familie“, sagt der 36-Jährige. Der Vorfall zeige leider eindrucksvoll, dass man beim Rennfahren ein Risiko eingeht. Ob er, wenn er selbst am Steuer sitzt, hin und wieder an solch ein Horrorszenario denkt? „Wenn ich ins Auto steige, fährt die Demut zwar immer mit, aber einen Platz für Angst gibt es nicht“, stellt er klar.

Eng konnte den Tod eines Kollegen nicht fassen.
Eng konnte den Tod eines Kollegen nicht fassen.(Bild: Andreas Tröster)

Nur auf dem letzten Platz
Der Salzburger war am vergangenen Wochenende im Rahmen der nordamerikanischen IMSA-Serie in Long Beach unterwegs. „Leider ist es für uns aber gar nicht gut gelaufen. Nach einem starken Qualifying mit Startplatz zwei, hatte ich im Rennen einen Crash, der uns ans Ende des Feldes zurückgeworfen hat“, hadert Eng, der von einem Konkurrenten in die Bande gedrückt wurde.

„Kurz davor habe ich den gleichen Fehler gemacht. Auch deswegen gibt es keinen Vorwurf von meiner Seite. Solche Dinge gehören in diesem Sport dazu. Wir haben nach dem Rennen gesprochen und damit war die Sache für mich erledigt.“ Sein Team und er brachten das Auto zwar noch ins Ziel, belegten aber den letzten Platz. 

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