Wie wichtig der Sozialmarkt in Kärnten ist, bestätigt die Anzahl seiner Kunden. Doch nicht nur in der Stadt, auch im ländlichen Raum steigt die Armut – und deshalb wird dort das Angebot dringend benötigt.
Gut 10.000 Menschen werden in Kärnten von Mitarbeitern des Sozialmarkts (SOMA) betreut. „Eine Zahl, die viel zu hoch ist. Leider wird unser Angebot dringend benötigt“, gibt die Geschäftsführerin Theres Leber zu bedenken.
Aber zum Glück gibt es solche Einrichtungen, die von Armut betroffenen Personen helfen. „Die Teuerung macht den Menschen zu schaffen, vor allem jenen, die so und so ein geringes Einkommen haben. Auch Pensionisten leiden extrem. Ein weiterer Punkt ist die Vereinsamung, früher waren Menschen hilfsbereiter“, zählt Leber die Gründe auf.
Armutswelle in Spittal zu spüren
Besonders zu spüren ist die Armutswelle auch in Spittal. „Der Sozialmarkt, in dem Secondhand-Bekleidung, Lebensmittel, die gerettet und billiger angeboten werden, ist notwendig. Immer mehr Leute kommen mit dem Geld nicht aus“, bestätigt die Spittaler Stadträtin Almut Smoliner.
Doch bei unserer Gesellschaft sei das Armutsthema nach wie vor nicht angekommen. „Weil sich die betroffenen Menschen nicht zeigen, sie nehmen nicht am gesellschaftlichen Leben teil, schotten sich ab“, erklärt Leber.
Alleine in Spittal werden 800 bis 1000 Personen vom Sozialmarkt, der insgesamt sechs Filialen in Kärnten hat (zwei in Klagenfurt, jeweils einen in St. Veit, Wolfsberg, Villach) betreut. „Wir zählen 250 Kundenkarten pro Haushalt – leider mit steigender Tendenz.“
Der Markt in Spittal hat übrigens einen neuen Standort. Er zieht von der Kirchgasse 4a in die Ortenburgerstraße 2 und füllt damit einen Leerstand der Stadtgemeinde. „Der Standort passt besser, auch Parkplätze sind vorhanden“, so die Chefin.
Helfende Hände gesucht
Betrieben wird die Filiale von Silvia Gärtner. „Wir suchen immer nach helfenden Händen, Sach- und Geldspenden“, bittet Leber um Mithilfe: „Auch nach Zeit. Denn wir sind oft Ansprechpartner, eine Vertrauensperson für unsere Kunden, die nicht selten ein offenes Ohr brauchen.
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