Schlimme Bedingungen

Bäuerin „bisschen überfordert“: Pony verlor Auge

Gericht
31.07.2025 17:00
Porträt von Lara Leitenhuber
Von Lara Leitenhuber

„Ich war ein bisschen überfordert“, meinte die 64-jährige pensionierte Bäuerin vor dem Kremser Landesgericht (NÖ). Sie soll unterschiedlichste Tiere unter schlimmen Bedingungen bei ihr am Hof gehalten haben. Durch eine nicht weiterführende Behandlung des Ponys „Lisa“, verlor es sogar ein Auge. Nach einer Diversion darf sie die Tiere trotzdem behalten.

Mehrere Rinder, Ziegen, Kaninchen, Pferde und verschiedenste Arten von Geflügel lebten bei der verwitweten Pensionistin zu Hause. „Wir haben immer Tiere gehabt“, erklärt die 64-Jährige am Mittwoch vor dem Landesgericht Krems (NÖ). Die Bedingungen, unter denen sie die Tiere hielt, wurden mit der Zeit aber immer schlimmer.

„Habe das etwas vernachlässigt“
Die Tiere hatten weder Auslauf noch Zugang zu Wasser. Ihre Kaninchen lebten zum Beispiel in Boxen, welche praktisch nie gereinigt wurden. „Ja, das gebe ich zu, das habe ich etwas vernachlässigt“, gibt die Pensionistin zu.

Pony „Lisa“ nun fast blind
Das schlimmste Schicksal musste jedoch das Pony „Lisa“ erleben. Letzten Oktober fiel der Angeklagten auf, dass es eine Verletzung am Auge hatte und rief die Tierärztin an. Diese verschrieb dem Tier dann eine Salbe für das Auge, welche die Frau ihm auch verabreichte – bis diese leer war. 

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Es gibt kein Auge mehr.

Tierärztin über den Zustand des Ponys

Nach einiger Zeit verschlechterte sich der Zustand des Auges wieder massiv, bis es dann zu spät war und man das Auge von „Lisa“ nicht mehr retten konnte. „Es gibt kein Auge mehr“, merkte eine Tierärztin, welche auf Pferde spezialisiert ist, an. Bei einer Kontrolle Mitte Oktober beurteilte eine Amtstierärztin die Haltung der Tiere als hochproblematisch und unhygienisch.

Tiere bleiben bei Angeklagter
„Ich würde es heute anders machen“, versprach die 64-Jährige dem Gericht. Sie hat bereits jetzt mehrere Tiere abgegeben und verringert weiterhin ihren Tierbestand. Die pensionierte Bäuerin kommt mit einer Diversion von 4000 Euro davon und versprach, sich jetzt tiergerecht um ihre Vierbeiner zu kümmern. Abgenommen wurden ihr diese nicht ...

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