Aus der 5. Reihe. Die Wirtschaft in Österreich lahmt noch schlimmer als im Rest der EU-Länder. Und die Politik ganz offensichtlich auch, worauf heute Claus Pándi in seinem Kommentar in der Montags-„Krone“ hinweist. Denn auf die für unsere exportorientierte Wirtschaft so schwerwiegende Ankündigung Donald Trumps, ab August auf US-Importe aus der EU 30 Prozent Zoll aufzuschlagen, kam am Samstag Nachmittag hierzulande nur eine Reaktion aus der fünften politischen Reihe. Ist natürlich auch eine blöde Zeit – ein Samstag Nachmittag mitten im Sommer… Der französische Staatspräsident Macron meldete sich allerdings ebenso wie die italienische Ministerpräsidentin Meloni umgehend zu Wort – wenn auch mit verschiedenen Strategien. Die Italienerin setzt auf „Brückenbau“ zu den USA, der Franzose eher auf Gegenschlag. Und Österreichs Gegenschlag? Der kam, wie Pándi schreibt, „von einer Anna Stürgkh, laut schneller Recherche auf Google, EU-Abgeordnete der Neos.“ Damit wird Donald Trump nicht gerechnet haben!
Nicht nur schlau. Trump wird freilich sowohl die Reaktion aus der fünften österreichischen Reihe wurscht sein, wie auch jene aus der ersten europäischen Riege. Die will, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ankündigte, ihre Gegenmaßnahmen nicht umgehend in Kraft setzen, sondern möchte vielmehr abwarten, ob eine Einigung mit den USA trotz der vom US-Präsidenten angedrohten Zollerhöhung für EU-Importe noch möglich ist. Das „Prinzip Hoffnung“ sei wohl auch die bevorzugte Variante der österreichischen Regierungsspitze, glaubt unser Innenpolitik-Insider Pándi. Und warnt davor, sich „nur auf das Verhandlungsgeschick von Ursula von der Leyen und ihrer famosen EU-Kommission zu verlassen“. Denn das „könnte schlimm ins Auge gehen“. Um zum Appell zu gelangen: „Vielleicht wäre es schlau von der Regierung, doch noch vor dem Herbst eine Strategie für Industrie und Handel zu entwickeln.“ Ja, das wäre wohl nicht nur schlau, sondern alternativlos.
Komme Sie gut durch den Montag!
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