Falsche Plakate etc.

Miese Tricks auf den letzten Wahlkampf-Metern

Österreich
28.09.2013 17:00
Streitereien hat es in diesem Wahlkampf genug gegeben, und im Finale wurden dann noch miese Tricks ausgepackt, die die Schlacht um die Stimmen so richtig schmutzig machten. So wurden etwa Plakate zerstört oder gefälscht sowie manipulierte Türhänger aufgehängt. Vor allem die SPÖ unterstellt der ÖVP eine Schmutzkampagne.

Die SPÖ schäumt: Einen Tag vor der Wahl tauchten Plakate im roten SPÖ-Stil auf - darauf wird verkündet, dass die Partei gewonnen habe und sich bedanke. "Diese gefälschten Plakate sind der Tiefpunkt des Wahlkampfs. Das ist nicht nur letztklassig, sondern auch rechtswidrig", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, der eine Klage ankündigt. Der rote Verdacht fällt einmal mehr auf den Koalitionspartner ÖVP.

"Panikpegel ins Unermessliche gestiegen"
Bereits am Freitag gab es einen riesigen Wirbel um gefälschte Türhänger, die vor "Faymann-Steuern" auf "Omas Ohrringe, geliebte Erinnerungen an die Eltern und Großeltern" oder den Schrebergarten-Anteil warnen. Darabos wähnt die ÖVP hinter dieser Aktion. Der schwarze Generalsekretär Hannes Rauch bestreitet, dass es sich um ein Produkt der Bundes-ÖVP handle, und meint dazu nur, dass der "Panikpegel" der SPÖ "ins Unermessliche gestiegen" sei.

Tief in die Wahlkampf-Trickkiste griff zuletzt der ÖVP-Bauernbund und hetzte gegen Tier- und Umweltschützer. Auch die SPÖ Oberösterreich ist über das Ziel hinausgeschossen: Die Partei versucht aus der Krebserkrankung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Kapital zu schlagen und wirbt mit der "tapferen" Spitzenkandidatin Prammer.

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