In Wohnung gezüchtet
Hoher Stromverbrauch: Polizei findet 309 Pythons
In der chinesischen Stadt Taizhou hat die Polizei in einer Wohnung 309 Pythons entdeckt und beschlagnahmt. Ein Pensionist hatte die Schlangen dort gezüchtet. Auf die Schliche war man dem illegalen Wildtierhändler wegen des verdächtig hohen Stromverbrauchs gekommen.
Der Fall kam ins Rollen, als im März 2024 ein Passant einen entkommenen Python entdeckte und seinen Fund bei der Polizei meldete. Im Zuge ihrer Ermittlungen konsultierten die Behörden auch einen Schlangenexperten, der den Tipp gab, dass Pythons in der Gegend nicht heimisch sind und das Tier deshalb wohl einem Halter entkommen ist. Um der Schlange die lebensnotwendige warme und feuchte Umgebung bieten zu können, müsse viel Strom verbraucht werden.
Hunderte Boxen mit Pythons
Daraufhin wurden die Verbraucherdaten von Stromkunden in der näheren Umgebung unter die Lupe genommen. Schließlich stieß man laut der „South China Morning Post“ auf einen Mann namens Guo. In dessen Wohnung fand man – verteilt auf drei Räume – Hunderte Plastikboxen mit Pythons.
Es stellte sich heraus, dass der Mann bereits seit 2014 seine Zucht betrieb und sogar stolz zu Protokoll gab: „Ich bin in der Lage, Schlangen in verschiedenen Farben zu züchten. Ich fühle mich wie ein Schöpfer von Lebewesen.“
Verkaufswert von fast 4 Millionen Euro
Da Pythons in China streng geschützt sind – sie dürfen weder gezüchtet noch verkauft werden – landete Guo hinter Gittern. Neben den 309 sichergestellten Tieren wurde ermittelt, dass 127 weitere Schlangen bereits verkauft wurden. Alle Tiere zusammen hätten einen geschätzten Verkaufswert von umgerechnet etwa 3,9 Millionen Euro. Laut chinesischem Strafrecht drohen bei einem Schuldspruch bis zu fünf Jahre Haft.
Der illegale Wildtierhandel ist ein Milliardengeschäft. Weltweit sind rund 4000 verschiedene Arten in 162 Ländern betroffen. Umweltschutzbehörden schätzen das jährliche Schwarzmarktvolumen auf mehr als 20 Milliarden Euro.









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