Mariä Geburt in Berg im Drautal beinhaltet einige Schätze, darunter auch die „Schönste Madonna“ Kärntens.
Eigentlich zählte die 1267 erstmals erwähnte Pfarrkirche von Berg im Drautal zum Salzburger Domkapitel. Das eigentlich spätromanische Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert zu einer Wehrkirche umgebaut und ist von einer Wehrmauer und einem Karner umgeben. Während sich im Zuge des Umbaus das Bildnis der Kirche veränderte, blieb der Chor in seiner ursprünglichen Form erhalten. Schließlich und endlich wechselte die Kirche zum Bistum Gurk.
Jahrhundertealte Fresken im Gotteshauses
Wenn auch die Mariä Geburt geweihte Kirche äußerlich durch Schlichtheit besticht, ist das Innere des Gotteshauses ein Zeugnis der Vergangenheit. Denn neben dem spätgotischen Sternrippengewölbe im Langhaus finden sich auch zahlreiche Wandmalereien aus längst vergangener Zeit. Mitunter wurden in den 1960-er Jahren Malereien aus dem 14. Jahrhundert freigelegt. Neben der Krönung Mariens finden sich Bildnisse vom Judaskuss, die Geißelung, die Kreuztragung, die Anbetung der Könige und die Geburt Christi.
Auch der Hochaltar der Pfarrkirche zeugt von der Geschichte des Gotteshauses. Er wurde aus älteren Teilen zusammengestellt. Besonders die Steinmadonna, aus dem 15. Jahrhundert, gilt als das beste Beispiel einer „Schönen Madonna“ in Kärnten und dürfte von einem Salzburger Künstler geschaffen worden sein. Flankiert wird die Figur von Statuen der Heiligen Anna und Joachim. Der Karner des Gotteshauses ist dem heiligen Michael geweiht. Die Fresken der Kapelle stammen aus dem Jahr 1428.
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