Wortkarg gab sich die Volkspartei nach der heutigen Sitzung des Landesparteivorstandes. Die Landtagswahl hat tiefe Spuren hinterlassen. Nur so viel ist offenkundig: Eine Reformgruppe soll die ÖVP neu ausrichten – strukturell, inhaltlich, personell, organisatorisch und finanziell.
Aktuelle politische Entwicklungen standen am Dienstag im Mittelpunkt der Debatten innerhalb des Landesparteivorstandes. Angesichts der Koalitionsgespräche zwischen Rot und Grün bekräftigte ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz seine Kritik an dem Weg, den Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) eingeschlagen hat. „Wir werden unsere Rolle als starke Opposition mit Nachdruck wahrnehmen“, erklärte Sagartz.
Analyse der Parteistruktur
In der Sitzung stand die Aufarbeitung des ernüchternden Ergebnisses von der Landtagswahl – ein Minus von 8,6 Prozentpunkten – im Fokus. Eine Reformgruppe wurde eingesetzt. „Die Volkspartei Burgenland soll sich neu ausrichten – strukturell, inhaltlich, personell, organisatorisch und finanziell“, teilte Sagartz mit. Die Ergebnisse der Reformgruppe sollen bis 16. Juni vorliegen.
Landtagsklub komplettiert
Zusätzlich hat der Landesparteivorstand die Nachbesetzungen für zwei Landeslisten-Mandate beschlossen. Bernd Strobl und Gerald Handig komplettieren nun das Team der ÖVP im Landtagsklub. „Wir wissen, dass vor uns ein intensiver Weg liegt. Aber gerade in schwierigen Zeiten gilt es, Verantwortung zu übernehmen“, so der Landesobmann.
Seitenhieb auf die Führung
Herbe Kritik aus den eigenen Reihen blieb Sagartz nach dem Landesparteivorstand allerdings nicht erspart. So manche Personalentscheidung ist in Teilen der ÖVP mit einem kräftigen Zähneknirschen zur Kenntnis genommen worden. „Ausgerechnet jene, die besser als viele andere Parteikollegen abschneiden konnten, haben jetzt das Nachsehen“, hieß es.
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