Das Wissenschaftsbarometer zeigt: Österreicher vertrauen der Wissenschaft. Allerdings: Was die Information und Kommunikation anbelangt, hapert es ordentlich. Denn wir fühlen uns nicht gut informiert. Was hier hilft: Projekte wie etwa „FÄKT!“, die kinder- und jugendgerecht vermitteln.
Forschung verbessert unser Leben und ist vertrauenswürdig? Ja, sagt der Großteil der Österreicher: Konkret 80 bzw. 73 Prozent sind es laut dem Wissenschaftsbarometer 2024. Doch das Vertrauen ist auch nicht das Problem: Vielmehr hadern wir vor allem damit, dass wir uns schlichtweg schlecht informiert fühlen (56 Prozent).
Das wirkt sich auch auf das Interesse aus, das 2024 im Vergleich zum Jahr davor leicht abgenommen hat.
Eine gute Information finden immerhin 60 Prozent der Bevölkerung wichtig – ebenso wie 80 Prozent, dass Wissenschaftler die Öffentlichkeit über ihre Arbeit informieren sollen.
Wissenschaftskommunikation ausschlaggebend
Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), in dessen Auftrag das jährliche Wissenschaftsbarometer vom Gallup-Institut abgefragt wird, will um das Interesse der Menschen kämpfen.
„Die Menschen wollen mehr Wissenschaftskommunikation“, sieht er einen Auftrag: „Wissenschaftskommunikation ist entscheidend, um wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und für alle zugänglich zu machen, den Wert evidenzbasierter Forschung zu vermitteln und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken.“
„FÄKT!“-Videos leisten Übersetzungsarbeit
Ein solches Vermittlungsprojekt, mit dem die ÖAW bereits eine Vorreiterrolle einnimmt, ist „FÄKT!“: Knackig, kurzweilig und spannend sind hier die Reels und Videos für Social Media und Co. aufgebaut, in denen Wissenschaftsthemen vermittelt werden sollen.
„FÄKT!“-Moderatorinnen Marie-Sophie „Miso“ und Julia „übersetzen“ Wissenschaft in trendy Kinder- und Jugendsprache.
Es sind Themen, die – würden wir näher hinschauen – uns im Alltag täglich begegnen: von der Gletscherschmelze über Künstliche Intelligenz, Schimpfwörter- und Schlafforschung bis hin zu Milben und Politik als historische Waffe. Und da können selbst Erwachsene viel lernen.
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