14.06.2013 13:36 |

Wegen 7 Cent

Fahrscheine werden teurer: Krawalle in Brasilien

Straßenschlachten wegen einer Preiserhöhung bei Bustickets in Brasilien: In der Nacht auf Freitag ist es zu gewaltsamen Protesten mit Tausenden wütenden Demonstranten in Sao Paolo und Rio de Janeiro gekommen. Die Polizei reagierte mit Gummigeschossen und Tränengas. Dutzende Krawallmacher wurden verhaftet. Grund für den wütenden Protest ist die Erhöhung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr um umgerechnet sieben Euro-Cent.

Die Proteste, hauptsächlich von Studenten getragen, begannen zunächst friedlich. Danach sollen sich jedoch laut Polizei gewaltbereite Gruppen unter die Demonstranten gemischt und die Angriffe gestartet haben. Aufnahmen des US-Senders CNN zeigten Bilder aus Sao Paolo, auf denen zu sehen war, wie Einsatzkräfte gegen die militanten Anarchisten, die zum Teil mit Messern und Brandbomben bewaffnet waren, vorgingen.

Polizei soll zuerst gewalttätig gewesen sein
Organisatoren der Proteste wiederum warfen der Polizei vor, zuerst gewalttätig geworden zu sein. Bei den Straßenschlachten wurden Fensterscheiben von Banken eingeworfen, eine U-Bahn-Station und mehrere Busse in Brand gesteckt. Der öffentliche Verkehr kam für mehrere Stunden zum Erliegen.

Experten halten Preiserhöhung für vertretbar
Vor Kurzem hatten die Behörden die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr für eine einfache Fahrt um umgerechnet sieben Euro-Cent erhöht. Diese Erhöhung wird von Experten für vertretbar gehalten, weil sie mit rund sieben Prozent weit unter der Inflationsrate von 15,5 Prozent liegt. Viele Menschen sehen das aber nicht so, und so kommt es seit Tagen immer wieder zu Protesten.

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