„Krone“-Kommentar

Kickl hat klargemacht, wer der Herr im Haus ist

Kolumnen
08.01.2025 09:00

Kalt soll es in den nächsten Tagen in weiten Teilen Österreichs werden, teils bitterkalt. Da heißt es, im wahrsten Sinne des Wortes: warm anziehen!

Im übertragenen Sinn muss sich – das allerdings nicht nur jetzt im Winter – die ÖVP warm anziehen.

Das wurde bei Herbert Kickls Botschaft am Dienstag glasklar: Er will bei der Regierungsbildung schnell sein – und es dabei dem Juniorpartner ganz sicher nicht leicht machen.

Der Kommentar zu den großen Themen, die Österreich betreffen: Klaus Herrmann, Geschäftsführender ...
Der Kommentar zu den großen Themen, die Österreich betreffen: Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Denn wer Österreich in die üble aktuelle Lage gebracht hat, stellte Kickl unmissverständlich klar: die von der ÖVP geführte Vorgängerregierung. Er sprach von „verspieltem Geld und Vertrauen“, von „an die Wand gefahren“, von „politischen Todsünden“, davon, dass „nach dem Niedergang der letzten Jahre“ nun ein „massiver Wiederaufbau“ nötig sei. Er, Kickl, sei von vielen gewarnt worden, ob man denn dieser ÖVP überhaupt vertrauen könne – die wollen doch die Blauen ausrutschen lassen.

Und Kickl vergaß auch nicht, darauf hinzuweisen, dass es ein klares Bewusstsein geben müsse, wer die Wahl gewonnen hat.

Nein, von einer koalitionären Liebesheirat sind FPÖ und ÖVP Lichtjahre entfernt, wie auch von einer Partnerschaft auf Augenhöhe. Kickl hat klargemacht, wer in dieser Beziehung der Herr im Haus sein wird. Das wird nicht lustig für die Türkis-Schwarzen.

Freilich muss man nicht viel Mitleid mit der ÖVP haben. Sie hat sich – mit tatkräftiger „Hilfe“ des Bundespräsidenten – selbst in diese fatale Verhandlungsposition manövriert.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kolumnen
08.01.2025 09:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung