Arsen in Kuchen

Brasilianerin soll ihre Familie vergiftet haben

Ausland
07.01.2025 12:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Brasilien steht eine Frau unter Verdacht, ihre Familie mit Arsen vergiftet zu haben. Drei Menschen starben, nachdem sie bei einem Familientreffen einen Weihnachtskuchen gegessen hatten. Drei weitere wurden krank (siehe Video oben).

Festgenommen wurde jetzt nicht die Frau, die den Kuchen gebacken hatte, sondern ihre Schwiegertochter. Diese wird verdächtigt, das stark giftige Arsen in das Mehl gegeben zu haben. Laut dem Ermittler Marco Veloso stellten die Familienmitglieder einen „würzigen“ und „unangenehmen“ Geschmack beim Verzehr fest. Die Bäckerin bat sie daraufhin noch, den Kuchen besser stehen zu lassen – doch vergeblich.

Sechs Angehörige mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei Schwestern (58, 65 Jahre) und die 43-jährige Tochter der 65-Jährigen starben innerhalb weniger Stunden. Die dritte Schwester (61) liegt noch im Krankenhaus, ihr Zustand ist Ärztinnen und Ärzten nach stabil. Der Ehemann einer der Verstorbenen und ein zehn Jahre alter Bub, dessen Mutter und Großmutter starben, konnten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Weiteres Todesopfer?
„35 Mikrogramm Arsen reichen, um einen Menschen zu töten. Bei einem der Opfer war die Konzentration 350 Mal höher“, sagte die Leiterin der Gerichtsmedizin im Bundesstaat Rio Grande do Sul, Marguet Mittman. Untersuchungen ergaben auch einen sehr hohen Gehalt in den Kuchenresten und im Mehl.

Die Polizei hat nun auch die Exhumierung des Leichnams des verstorbenen Ehemanns der Tatverdächtigen veranlasst. Sein Tod im September war auf eine „Lebensmittelvergiftung“ zurückgeführt, aber nicht untersucht worden. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 23. Dezember in der südbrasilianischen Kleinstadt Torres.

Das Tatmotiv ist noch unklar. Veloso sagte, dass die Familie langjährige Differenzen gehabt hätte.

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