Der Terroranschlag von New Orleans hat mit jenem von Magdeburg nicht nur das Auto als Tatwaffe gemeinsam. Auch andere Ähnlichkeiten geben allerdings immer mehr Rätsel auf. Sie passen nicht in die herkömmliche Schablone wie: Migrant im Terrorauftrag oder religiöser Fundamentalist.
Der Todesfahrer von New Orleans war ein Einheimischer mit arabischem Namen und Armeeveteran. Der Täter von Magdeburg lebte schon zwei Jahrzehnte in Deutschland und war ein religiöser Dissident. Beide wurden mit ihrem Leben nicht fertig. Beide haben sich im Internet radikalisiert.
Der Todesfahrer von New Orleans hatte IS-Videos heruntergeladen. Wie soll man solche Täter frühzeitig erkennen?
Als Werkzeug für Radikalisierung erweisen sich einmal mehr die Sozialen Netzwerke. Psychisch labile Menschen sind dort von der Außenwelt nicht mehr erreichbar. Das könnte nur durch Eingriff in diese Hassmaschinen geschehen. Wie soll man diese aber in den Griff bekommen, wenn der künftige Co-Präsident der USA, Elon Musk, jede Einschränkung als Angriff auf die Freiheit verteufelt?
Sehr wohl kann man es aber Terrortätern nicht so leicht machen. Sowohl in New Orleans als auch in Magdeburg haben beabsichtigte Hindernisse gegen Autos durch Sicherheitslücken (Schlamperei, Leichtsinnigkeit) versagt.
Im Kampf gegen Terror stehen noch große, schwierige Aufgaben bevor.
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