WM im Ticker

Argentinien gegen die Schweiz – ab 3 Uhr LIVE

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Viertelfinale bei der Fußball-WM! Weltmeister Argentinien trifft auf die Schweiz, wir berichten ab 3 Uhr live – siehe Ticker unten. 

Hier der Liveticker:

Diesmal haben die Nerven der Schweizer gehalten und der „Nati“ einen historischen Erfolg beschert. Nach 120 torlosen Minuten und einem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien in Vancouver steht das Schweizer Fußball-Team erstmals seit 1954 wieder in einem WM-Viertelfinale. Dank starker Paraden von Torhüter Gregor Kobel geht es in Kansas City gegen Weltmeister Argentinien mit Superstar Lionel Messi.

Gregor Kobel
Gregor Kobel(Bild: AP/Gregory Bull)

Nach jahrelangem Warten als Nummer zwei hinter Yann Sommer hat der 28-Jährige von Borussia Dortmund geschafft, was seinem Vorgänger verwehrt geblieben ist: der Einzug in die Runde der letzten Acht bei einer WM. Schon in den 120 intensiven Minuten ohne besonders hochwertigen Fußball rettete der Torhüter seine Vorderleute immer wieder mit starken Paraden. Beim Nervenkrimi vom Punkt hielt Kobel gegen den eingewechselten Cucho Hernandez, ehe Ruben Vargas den entscheidenden Elfmeter zum 4:3 verwandelte.

Elferschießen zuletzt keine Schweizer Stärke
„Etwas Schöneres kann man als Trainer nicht erfüllen. Wir stehen hier mit einem historischen Moment“, sagte ein glücklicher Murat Yakin. Der Teamchef wusste, bei wem er sich bedanken musste. „Er hat zwei, drei Big Saves gehabt. Das haben wir gewusst, dass er beim Elfmeter ein sehr, sehr guter Torhüter ist“, lobte er Kobel, dank dem die Nati endlich wieder einmal das bessere Ende in der Entscheidung vom Punkt für sich hatte. Bei der WM 2006 war die Schweiz als bisher einziges Team ausgeschieden, ohne auch nur einen Versuch zu verwerten. Es folgten im Elfmeterschießen die Niederlagen bei den Europameisterschaften 2016, 2021 (nach einem erfolgreichen Elferschießen davor gegen Frankreich) und 2024.

Murat Yakin
Murat Yakin(Bild: EPA/BOB FRID)

Wohl besonders dankbar für Kobels Glanztat gegen Hernandez war Mitspieler Manuel Akanji. Der Verteidiger hat nach 2021 und 2024 schon zum dritten Mal bei einem Elfmeterschießen für die Schweiz vergeben. „Ich bin überglücklich über die Mannschaft, wie sie reagiert hat. Mein Elfmeter war katastrophal, ich habe im letzten Moment die Entscheidung gewechselt“, sagte Akanji, der weit über das Tor schoss. Er habe schon diesmal anderen den Vortritt überlassen wollen, stellte nun aber mit einem Grinsen klar: „Das war mein letzter Elfmeter.“

Messi und Xhaka schon 2014 bei WM-Duell dabei
Nun warten Messi und Co. und die Chance zur Revanche. „Es ist der Titelverteidiger. Es geht nicht besser. Die Challenge wird immer noch schwieriger, aber wir sind für die Challenge bereit“, sagte Akanji. Bei der WM in Brasilien 2014 setzte sich die Albiceleste im Achtelfinale knapp mit 1:0 durch, Messi bereitete das Siegestor vor. Bei den Schweizern war damals schon Granit Xhaka, der die Nati heute als Kapitän anführt, dabei.

Die Schweizer verhinderten mit ihrem Erfolg ein Südamerika-Duell zwischen Argentinien und Kolumbien. „Man bezahlt für seine Fehler“, stellte Kolumbiens Teamchef Nestor Lorenzo fest. Die Fehler, das waren in diesem Fall vor allem die vergebenen Elfmeter von Hernandez und Abwehrturm Davinson Sanchez, der die Latte traf. Das Team um Bayern-Star Luis Diaz hatte bis zum Achtelfinale ein starkes Turnier gespielt und jedes seiner vier Spiele diktiert, dabei nur ein Gegentor kassiert. Dabei blieb es auch gegen die Schweiz. Doch für den ersehnten Sprung ins Viertelfinale reichte es nicht. „Wir hätten ein Tor schießen sollen“, sagte Lorenzo.

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