Können wir angesichts von Kriegen sowie persönlichen und globalen Bedrohungen aller Art noch Weihnachten feiern? Das fragen sich viele Menschen. Wir von der „Krone“ haben dazu Stimmen aus der Geistlichkeit in allen neun Bundesländern gesammelt und um die Weihnachtsbotschaft gebeten. Und wir haben unsere jüngsten Leserinnen und Leser gebeten, ihre Vorstellung von Weihnachten zu zeichnen – eine kleine Auswahl davon sehen Sie hier!





„Ja, wir können trotz aller Krisen Weihnachten feiern“, versichert Pater Bernhard Eckerstorfer aus dem oberösterreichischen Stift Kremsmünster in seiner Botschaft an uns und unsere Leser aus Rom, wo er derzeit Rektor der Benediktiner-Universität Sant’Anselmo ist. „Bei diesem Fest geht es darum, dass Gott sich in Jesus Christus ganz in diese Welt eingelassen hat und unser Leben von innen her kennt und mitlebt. Das größte Geschenk aller Zeiten!“
Der Tiroler Bischof Hermann Glettler nimmt ebenfalls Bezug auf die vielen Krisen und sagt: „Weihnachten ist allen Katastrophen zum Trotz ein Fest der widerständigen Hoffnung.“
„Angesichts der vielen Krisen ist die weihnachtliche Botschaft heuer für mich: ,Fürchtet euch nicht!‘, wie der Engel zu den Hirten am Feld gesagt hat“, gibt der steirische Bischof Wilhelm Krautwaschl Hoffnung.
„Die zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes ist für mich, dass wir nicht allein sind! Gott wird Mensch in Jesus Christus, um uns ganz nah zu sein. Er versteht daher aus erster Hand, was Menschsein wirklich bedeutet: Die Höhen und Tiefen unseres Lebens geht er mit uns. Das zu wissen, ist mir immer ein großer Trost“ – so die Weihnachtsbotschaft von Soror Franziska Madl, Priorin der Dominikanerinnen Wien und stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz.
Franz Brei, der auch als singender Pfarrer bekannte Stadtpfarrer von Jennersdorf im Burgenland, erinnert daran, dass Weihnachten nur Weihnachten ist, „wenn wir mit offenem Herzen zum Kind in die Krippe nach Bethlehem blicken ... Das gibt Frieden.“
„Weihnachten ist das Fest, an dem Gott zu uns kommt, uns gewissermaßen nachgeht wie der Hirte dem verlorenen Schaf“, sagt der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Und erläutert: „So mögen auch wir nachdenken und nachspüren, was uns verloren gegangen ist – mir will scheinen, es ist vielfach Gott selbst. Darauf mögen wir uns besinnen, damit Frieden werde auf Erden.“
Dompfarrer Peter Allmaier, nebenbei auch Feuerwehrmann in Klagenfurt, sagt: „Weihnachten ist das Fest der Sehnsucht, der Wunsch, in einem Du geborgen zu sein. Denn eine fehlende Beziehung ist eine große Bürde in unserer Welt geworden.“
Für Niederösterreichs Bischof Alois Schwarz ist „das größte Geschenk zu Weihnachten, an die Botschaft der Liebe und des Friedens, die vom Kind in Bethlehem ausgeht, glauben zu können“.
Für Benno Elbs, den Vorarlberger Bischof, ist „das Kind in der Krippe wie ein Liebesbrief Gottes an die Welt“. Sein Wunsch: „Dass Menschen die Zuwendung, die Zärtlichkeit und den Frieden spüren und annehmen können. Die Voraussetzung dafür wäre, dass das Herz der Menschen zu einer Krippe wird, damit Liebe und Frieden Platz finden.“
So wünschen wir von der „Krone“ unseren Leserinnen und Lesern ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest!
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