Österreicher denken:

Syrer werden eher nicht freiwillig zurückkehren

Innenpolitik
23.12.2024 17:32

Das Institut für Demoskopie und Datenanalyse hat umfassende Erhebungen zu Flüchtlingen, Nahost und Ukraine eingeholt. Die „Krone“ kennt die Ergebnisse.

Nach dem Fall des Assad-Regimes in Syrien kamen sofort Fragen auf, ob die Flüchtlinge nun ins Heimatland abgeschoben werden könnten. Österreich überlegt – wie Deutschland – die Forcierung einer freiwilligen Rückkehr. Gegen einen Bonus und Reiseorganisation.

Das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) erstellte im Auftrag der „Krone“ eine repräsentative Umfrage (1250 Befragte):

  • Demnach glauben 43 Prozent „wahrscheinlich nicht“, dass Syrer freiwillig zurückkehren werden. 23 Prozent sind sicher, dass sie es nicht tun werden.
  • Dagegen sind lediglich zwei Prozent der Befragten sicher, dass Syrer nun freiwillig in ihre Heimat zurückkehren wollen. 29 glauben, eher wahrscheinlich.

Pessimismus bei Nahost und Ukraine
Das Institut fragte die Stimmung der Bevölkerung auch zu anderen Krisenherden ab. Der Ukraine-Krieg bleibt im Fokus der Österreicher ein zentrales Thema.

  • 51 Prozent der Befragten glauben nicht, dass der Krieg 2025 endet, nur vier Prozent sind davon überzeugt.
  • 31 Prozent halten es immerhin für wahrscheinlich.
  • Die Lage in Nahost wird ebenfalls pessimistisch eingeschätzt, hält IFDD-Chef Christoph Haselmayer fest: Knapp 80 Prozent glauben, dass sich die Lage nicht beruhigen wird.
Christoph Haselmayer, Leiter des Meinungsforschungsinstitutes IFDD
Christoph Haselmayer, Leiter des Meinungsforschungsinstitutes IFDD(Bild: krone.tv )

Abgefragt wurde auch ein Austritt aus der Europäischen Menschenrechtskommission, was unter anderem Abschiebungen erleichtern würde. 66 Prozent sind dagegen. Haselmayer: „Ein klares Signal.“ 

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