An Grenze zu Syrien

Türkischer Pilot bei Kampfjet-Absturz getötet

Ausland
14.05.2013 10:24
Bei dem Absturz eines türkischen Kampfflugzeugs im Grenzgebiet zu Syrien ist der Pilot des F-16-Jets getötet worden. Rettungsmannschaften fanden die Leiche des Mannes, wie türkische Medien am Dienstag meldeten. "Ich springe ab", hatte der letzte Funkspruch des Soldaten am Montag um 13.15 Uhr gelautet. Danach verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen.

In Medienberichten vom Montagnachmittag war von einem Unfall als wahrscheinlicher Unglücksursache die Rede. Der Unglücksort liege demnach in der südtürkischen Provinz Osmaniye über dem Amanos-Gebirge.

Im Juni des Vorjahres hatte die syrische Flugabwehr ein türkisches Aufklärungsflugzeug abgeschossen. Die Regierung in Damaskus erklärte damals, die Soldaten hätten in einem Akt der Selbstverteidigung gehandelt und nicht gewusst, dass es sich um eine türkische F-4 gehandelt habe. Ankara widersprach: Die Maschine sei im internationalen Luftraum geflogen und als türkisches Flugzeug zu erkennen gewesen.

Beziehungen Türkei-Syrien nach Anschlägen aufgeheizt
Die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien sind derzeit äußerst gespannt. Am Samstag waren bei mehreren Bombenanschlägen in der türkischen Grenzstadt Reyhanli 46 Menschen getötet worden (siehe Infobox). Beide Länder geben einander die Schuld an den Anschlägen.

Der syrische Informationsminister Omran al-Zobi beschimpfte den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Montag als "Mörder" und "Henker". Erdogan wiederum drohte dem Nachbarland mit Vergeltung: Die Türkei werde zu gegebener Zeit auf den Anschlag reagieren. Die türkischen Behörden machen einheimische Linksextremisten mit Kontakten nach Syrien für die Tat verantwortlich.

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