Im Vergleich zum November des Vorjahres ist ein Rückgang bei Langzeitarbeitslosen und starker Anstieg bei Jugendlichen zu beobachten. Trotzdem hält sich der Gesamtanstieg in Grenzen. Zeitgleich gibt es deutlich weniger offene Stellen.
Mit rund 4,3 Prozent mehr Arbeitslosen im Vergleich zum November des Vorjahrs liegt Kärnten deutlich unter dem Österreichschnitt von 10,4 Prozent. „Und das trotz der Konjunkturschwäche“, betont Peter Wedenig, Geschäftsführer des AMS Kärnten. „Der Beschäftigtenstand hält sich mit 220.000 Beschäftigten konstant hoch.“
Auch positive Entwicklungen
In manchen Branchen zeigt sich sogar eine leichte Erholung der Lage. „Bei Arbeitslosen im Bereich Bau sind die Zahlen um 2,9 Prozent gesunken, bei Hilfsberufen um einen Prozent und bei Holz um 2,6 Prozent“, erklärt Wedenig. „Auch im Bezirk Spittal an der Drau ist die Entwicklung mit einem Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr positiv.“
Deutlich weniger offene Stellen
Sorgen bereitet dem AMS-Chef die Situation bei den offenen Stellen. Dort hat die andauernde Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen – die Problematik des Fachkräftemangels bleibt aber natürlich weiter bestehen. „Gerade im konjunktursensiblen Leasingbereich fällt der Rückgang von fast 1000 bei offenen Stellen massiv aus. Das entspricht rund 80 Prozent des gesamten Rückgangs“, so Wedenig. Insgesamt sind derzeit fast ein Fünftel weniger Stellen ausgeschrieben. Die meisten Jobangebote gibt es bei Metall- und Elektroberufen.
Fokus auf Jugendliche
Bei den zentralen Zielgruppen des AMS setzt sich der Trend der Vormonate fort. „Weiterhin erfreulich ist die Abnahme bei Langzeitarbeitslosen und die geringe Zunahme bei über 50-Jährigen“, erklärt der AMS-Chef und warnt zugleich: „Neuerlich zugenommen hat die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen mit 16,4 Prozent.“ Daher werden künftig besonders Jugendliche bis 19 Jahre, die maximal einen Pflichtabschluss haben, in den Fokus der Integrationsbemühungen des AMS gerückt.
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