Wie erhofft, braucht das neue Sportbad am Südring Klagenfurt keine Umweltverträglichkeitsprüfung. Der Feststellungsbescheid des Landes traf am Dienstag bei der Stadt ein. Damit gibt es nun grünes Licht für die Bauphase. Bis zur Eröffnung werden dennoch Jahre vergehen...
Bürgermeister Christian Scheider hatte auf so eine Entscheidung nach Gesprächen mit Landeshauptmann Peter Kaiser gehofft. „Wir sind sehr froh, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig ist.“ Das Gutachten war 900 Seiten dick. Verkehr, Schall, Luft – alles wurde genau gemessen. „Es gab ein ganz strenges Verfahren.“
Zuletzt mussten die Unterlagen noch vervollständigt werden, weil sich beim Schall die Normen geändert hatten. „Die nationalen Normen sind aber doch gleich geblieben“, sagt Heinz Rossmann von den Klagenfurter Stadtwerken. Am 11. November läuft eine Frist ab, dann kann die Bauphase beginnen.
„Das Hallenbad liegt den Menschen in Klagenfurt sehr am Herzen“, sagt Scheider. Anfang Jänner könnten die ersten vorbereiten Maßnahmen getätigt werden. „Beim 50-Meter-Becken ist nur eine Schiefstellung von zwei Millimetern erlaubt“, sagt Rossmann.
Offizieller Baustart frühestens im Juli 2025
Gibt es keine Einsprüche, erfolgt im Juli 2025 der offizielle Baustart. Und die Fertigstellung könnte dann im Jahr 2027 erfolgen. Neben dem Bad wird ein eigenes Olympiazentrum in der Größe von 4000 Quadratmetern errichtet. „Gibt es einen Einspruch beim Bundesverwaltungsgericht, zögert das die Fertigstellung um ein Jahr hinaus, beim Landesverwaltungsgericht wäre es ein halbes Jahr.“
Baukosten von 71 Millionen Euro
Die Baukosten betragen 71 Millionen Euro, fünf Millionen Euro wurden schon bezahlt. Der Bund hat die Aussicht auf eine Sieben-Millionen-Euro-Förderung bekräftigt, die ist mit dem 50-Meter-Becken für Triathleten verknüpft. Auch das Land steuert sieben Millionen Euro bei. Das alte Hallenbad wurde 2021 aufgrund von Sicherheitsmängeln geschlossen.
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