



Im Marchfeld (Niederösterreich) gab es seit März bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Die Folge: Schlechtere Erträge und weniger Erlöse drohen. Die Situation für die Bauern wird so wegen ungleicher Standards zunehmend zur Existenzbedrohung. Lokalaugenschein von Minister Totschnig und NÖ-Landesvize Pernkopf.
Mit dem bevorstehenden Erntebeginn in Lassee im Marchfeld werden die Sorgen um eine adäquate heimische Versorgung immer größer. Denn jeder zweite rot-weiß-rote Acker liegt auf dem Boden des weiten Landes und damit ist das Marchfeld das Zentrum der Kornkammer Österreichs.
Dort stehen Pflanzen wegen bis zu 40 Prozent weniger Niederschlägen schwer unter Stress, womit auch ihr Wachstum deutlich eingeschränkt ist. Und wegen drohender Ertragseinbußen und kargen Marktpreisen lastet ein bereits existenzbedrohender Druck auf den heimischen Bauern, weiß Landesvize Stephan Pernkopf, der sich mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig vor Ort ein Bild machte.
Bisher nur geringe Erträge
„Die Bauern sichern unsere Versorgung. Sie brauchen mehr Unterstützung“, fordert der Landesvize einen Importstopp für Lebensmittel, die nicht heimischen Standards entsprechen. „Erste Ergebnisse bei Wintergerste liegen deutlich unter dem langjährigen Schnitt, die Hitzewelle verschärft das noch“, sagt Totschnig.




Nur dreimal hätte es seit März mehr als zehn Millimeter geregnet, betont Gemeindebauernratsobmann Christian Gasselich. Lorenz Mayr, Vizepräsident der NÖ Bauernkammer, tritt vor allem für den konsequenten Ausbau der künstlichen Bewässerung ein.
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