"Ein klares Signal"

Glawischnig nach Kanzler-Abfuhr schwer enttäuscht

Österreich
08.04.2013 16:45
Die Stimmung zwischen Rot und Grün ist getrübt. Verschnupft reagiert Grünen-Chefin Eva Glawischnig auf die Absage von Kanzler Werner Faymann bezüglich einer Dreier-Koalition. Wie berichtet, hat der SPÖ-Chef betont, nach der Nationalratswahl im Herbst nur im Notfall auf die Öko-Partei zurückzukommen.

"Das Verhältnis war schon einmal besser", gibt Glawischnig im Gespräch mit der "Krone" offen zu. Etwa als Bundeskanzler Faymann der Grünen-Chefin im vergangenen August extra zu ihrer Sommertour in die Salzburger Liechtensteinklamm hinterherreiste - wo sich beide medienwirksam in einem rot-grünen Politflirt inszenierten (Bild 2).

Damit ist es nun vorbei: Faymann erteilte den Grünen eine klare Absage für die Zeit nach der Wahl im Herbst, eine Dreier-Koalition komme für ihn nur im Notfall infrage.

Glawischnig enttäuscht über "klares Signal"
"Das ist ein klares Signal, dass SPÖ und ÖVP so weitermachen wollen wie bisher, und wenn es keinen klaren Kurswechsel gibt, stehen wir nicht zur Verfügung", betont Glawischnig. Sie kritisiert die vielen Streitpunkte in der Regierung - etwa Wehrpflicht, Schule und Wohnen. Auch beim Thema Bankgeheimnis liegen die Grünen nicht auf einer Linie mit der Kanzlerpartei.

Glawischnigs Ziel für das heurige Superwahljahr: bei den kommenden Urnengängen in den Ländern zulegen und das beste Ergebnis bei Nationalratswahlen bisher erreichen - und zwar über 15 Prozent.

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