Mit dem Ausbau eines weiteren Reaktors im Schrott-Meiler Krško in Slowenien dürfte es nichts werden. Ein Referendum könnte die Pläne des Energieriesen GEN energija zunichtemachen – zu Freuden von Umweltschützern und der österreichischen Politik.
Auf Biegen und Brechen wird seit mehreren Jahren versucht, einen weiteren Reaktor im Uralt-Atomkraftwerk Krško zu errichten. Doch daraus dürfte nichts werden. Denn nachdem geheime Tonbandaufnahmen veröffentlicht wurden, in denen slowenische Politiker sich für den Ausbau starkmachten und demokratische Schlupflöcher suchten, ist in der Bevölkerung die Zustimmung für einen Ausbau ins Schwanken geraten. Das bemerkten auch einige Parteien im slowenischen Parlament.
Volksbefragung soll gestoppt werden
Daher brachten gleich mehrere Parteien einen Antrag ein, damit die geplante Volksbefragung gestoppt werden soll. Zustimmung soll morgen, Freitag, dafür erteilt werden. Und mit dem Beschluss müssten die Pläne für den Ausbau auf Eis gelegt werden.
Für diesen Erfolg zeichnen sich auch zahlreiche Umweltorganisationen verantwortlich – auch Greenpeace. „Dass die massiven Ausbaupläne in Krško mit der wahrscheinlichen Absage des Referendums nun vor dem Aus stehen, ist ein großer Erfolg für den Umweltschutz in Slowenien“, sagt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin von Greenpeace Österreich. Zudem würde auch ein Sicherheitsrisiko für die österreichische Bevölkerung gebannt werden. Denn immerhin befindet sich der Schrott-Meiler nur 70 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.
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